Ganeshpur- Sivananda Ashram

Der Weg zum Ziel mit Taxi von Rishikesh nach Uttarkashi  über Chamba einer mehr oder weniger schmutzigen Stadt auf einem Hügel gelegen, weiter entlang eines Stausees, der die Landschaft hier sehr verändert hat im Vergleich zu dem wie es noch 15 Jahre davor war.  Dafür bieten sich jetzt nach Teri wunderbare Ausblicke und natürlich spriesst überall  Gastronomie aus dem Boden. Wir hatten einen wunderbaren Stop mit simplen Dhal und Reis dazu Tee und Wasser- hervorragend.  Am frühen Nachmittag erreichten wir den Ashram in Ganeshpur nachdem wir  ca.10kg frische saisonale Früchte am Markt in Uttarkashi eingekauft hatten.  Wider erwarten war es  primär weit weniger ruhig hier im Ashram, eine  Gruppe indischer Spiritueller erfüllten denselben. Und wie es das Schicksal so wollte, erfassten sie sehr schnell- bereits am nächsten morgen- dass ich wohl eine Hatha-Yoga-Lehrerin bin und ersuchten mich ihnen Unterricht zu geben. Das was etwas abenteuerlich und völlig chaotisch begann, erreichte nach 10 Tagen tatsächlich ein Format, was man sehr wohl als Yogastunde bezeichnen kann. Meine Absicht  hier intensiver in meine Praxis einzutauchen löste sich auf, und ich konnte gut akzeptieren dass meine  Praxis im unterrichten stattfand. Heute- nach der letzten Stunde- bin ich sehr dankbar für das Vertrauen und die Erfahrung – als Ausländerin- Inder im Hatha-Yoga zu lehren.

Und immer wieder dazwischen kleine Wanderungen Spaziergänge ganz nah- mit bezaubernden Ausblicken, duftenden Blumen, entlang von Wasserleitungen , Feldern durch entlegene ans Mittelalter erinnernde Dörfern. Das Holi-Fest limitierte Swami Premananda diese Jahr auf wenige Farben, dafür gab es eine zusätzliche Philosophie Klasse.

Mother Ganga, Stunden brachte ich zu, einfach- nur Sein- einfach nur Sitzen. Stille  und Kontemplieren über die  Vedanta-„Kost“ aus den täglichen Yoga -Vashishta- Klassen.

 

Ausflug nach Gangotri (3042m), der mehr oder weniger spontan war, insofern da das Wetter nahezu keine Option bot, ausser der einen – 3 Tage Sonne  davor und danach immer Schneefall. In der Hoffnung auf eine einigermassen freie Strasse wählten wir Tag 2. Eine gute Entscheidung, auch wenn die Fahrt abenteuerlich genug war. Auf dem Hinweg stop in Gangnani – heisse Quellen. Dort trafen wir -Anastasia aus Moskau und ich aus Wien- ein Japanisches Pärchen, welches dort ein paar Tage verbringt. Unvorstellbar für mich- es war bereits ordentlich kalt und Gangani liegt mehr im Schatten als in der Sonne. Zum Frühstück Aloe-Parantha und ein Kichererbsen-Curry dazu ein Chai- das musste reichen für den Weg hinauf und zurück. In der Hoffnung, dass die  Gangotri – road offen ist , fuhren wir mit Vishnu unserem Fahrer weiter. Langsam und sicher über ungeräumte winterliche Strassen , ein paar Arbeiter schaufelten frische Erde auf extra rutschige Stellen. Alles einspurig und hin und wieder galt es doch einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen, was ohne Schnee schon kompliziert genug ist. Die Inder sind extrem geschickt darin,und immer wieder raus aus dem Schnee zurück zur Strasse. Der Weg  entfaltete sich atemberaubend, noch nie hatte ich hier soviel Schnee gesehen. Wie mussten auch direkt durch zwei bereits abgegangene  hohe Lawinen hindurch fahren- leicht unheimlich zumal die Temperaturen tagsüber doch  bei 0 grad lagen.

 

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Und dann Tandava barfuss im Schnee zum rauschen des Flusses. Das war so besonders gut. Dank dessen, dass es schon spürbar weniger Sauerstoff gibt  in der Höhe verlangsamt es sich noch natürlicher von ganz allein. Die Stille gegenüber dem Trubel in der Saison waren beeindruckend. 6000-er Berge rundherum und nur ein paar vereinzelte Sadhus,  ein Priester ,die  dem eis- kalten Winter in Gangotri trotzen, dort leben und täglich eine Puja am Tempel abhalten und eine Zeremonie für Mutter Ganga, es gilt nichts zu unterbrechen. Diese Rituale sind tief verankert, werden vom Herzen her gegeben und der „Mehrwert“ ist spürbar. Auch wenn es keineStrom dort gibt (Wasser/Strom werden abgeschaltet von Divali im Herbst bis zum  1.Mai jeden Jahres).

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Der Ashram bereitet den Clinical -Eye-Day vor. Dabei kommen bis zu 200 Patienten an einem Tag aus allen umliegenden Dörfern der Gegend. Für diese werden Teppiche auf dem Rasen ausgebreitet, um das Warten bis zur Behandlung zu verkürzen, Tee wird serviert, und für alle gibt es gutes einfaches frisch gekochtes Essen. Nicht alle Augen OP`s können an einem Tag durchgeführt werden, so werden auch notwendige Übernachtungen bzw. Nachbetreuung organisiert. Eine Augen-OP kostet hier 20 Rupien (25 cent) währenddessen zb. in Rishikesh im Krankenhaus (die 190km entfernte nächste Option) regulär 10-15000 Rupien zu zahlen sind (Verpflegung muss  dabei selbst organisiert werden) Eine unermesslich große Unterstützung für diese Region, das kann ich gar nicht genug betonen. Dabei läuft alles gut organisiert, Schritt für Schritt ruhig ab, jeder wird versorgt mit dem was er braucht und Swami Premananda selbst erkundigt sich und nach der Zufriedenheit der Betroffenen und behält- wie immer- den Überblick.

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Danke an Swami Premananda, alle Ashramis, Anastasia, Joanna, Surya!

Literatur-Tipps aus dieser Zeit:

Mobility in Stability von  Geeta Iyengar

Vagina – Geschichte der Weiblichkeit von Naomi Wolf

Mooji- white fire

upcoming events:

-Tandava in Altenberg/Greifenstein  22.3.20  18.-19.30

-Semester-Yogakurse ab 16.3.20

 

Danke an Swami Premananda, alle Ashramis, Anastasia, Joanna, Surya

 

Intensivkurs- Shivararti -Spirit und Charity

Inzwischen- nach 6 Jahren IntensivKurs – Erfahrung-  kann ich gut sagen,  das Usha Devi, als Senior Schülerin des YogaMeisters B.K.S. Iyengar (Pune) ,einen ausgezeichneten Yogaunterricht gibt. Ihre Art zu unterrichten ist es, mit fester Hand und intensiver Kritik uns Schüler zu einer Tiefe zu führen, die allein  schwer oder gar nicht erreichbar ist. Der Körper selbst ist tendenziell faul und schwach und sucht den geringsten Widerstand und immer wieder gilt  es, „mindful“ mit größter Konzentration und Willenskraft Hindernisse zu überwinden. Dabei gibt es die dichteste Form des Widerstandes im Geist. Eine Stimme, die es meint besser zu wissen, mich in diesen Tagen des Kurses voll Usha anzuvertrauen,  ist für mich inzwischen zur Routine geworden. Zu atmen und einfach tun – soweit es denn geht- was sie sagt. Sie weiss, was sie tut und führt uns über diese Tage in eine andere Welt und schliesst den Kreislauf so gut , dass am Ende Leben und Licht in unseren Gliedern, Geist und Augen zu  sehen ist. Eine Ruhe,  die Hoffnung gibt und zum weiter üben motiviert. Denn ohne Selbstpraxis ist es schwer voran zukommen und mehr und mehr Bewusstsein in jeden Körperbereich zu bringen. Der Körper ist letztlich reines Bewusstsein und hin und wieder bekommt man eine Ahnung davon, was damit gemeint ist. Um die Tiefe des Yoga – besser zu verstehen werden in den Intensivkursen  Philosophie-, Meditations-elemente/stunden integriert. Philosophie-lectures von Siddharta Krishna– Ushas Devis Sohn- sind auch online zu finden und sind sehr wertvoll. Er beschäftigt sich intensiv mit den Schriften und erklärt und transportiert den Inhalt in eine Übersetzung, die im hier und jetzt für den Alltag nützlich ist.  Der Yoga-Bereich im Omkarananda Ganga Sadan Ashram, in dem ich auch wohne direkt am Ganges gelegen, bietet die perfekte Struktur für einen guten Unterricht ein Platz für Iyengar-Unterricht aus erster Hand.

Vor und nach den Intensivkurs nehme ich an der General- class teil, das bedeutet 1,5 h Yogastunden mit  zumeist wochenweise Schwerpunkt konzentrierte  Asanas mit Hilfsmitteln  von allen Seiten die Idee um die es geht erfassen oder es zumindest versuchen.  Wenn Du Lust bekommst etwas auszuprobieren, dann sind diese 30 Minuten mit Usha geradezu ein – „Tast off“ :30 Minuten Praxis

Mahashivaratri ist das große Shivaratri-Fest, das in diesem Jahr auf den 21.2.20 gefallen ist. Es wird in der  dunkelsten Neumondnacht des Jahres gefeiert. In dieser Nacht wandelt Shiva über die Erde und nimmt alle Sünden von seinen Verehrern. Shivaratri ist eines der wichtigsten und grössten indischen Feste. Dabei wird die Hochzeit von Parvati und Shiva begangen, auf diese Weise  drückt sich die Vereinigung der individuellen Seele mit der kosmischen Seele aus. Dementsprechend gross ist der Zustrom in diesem Tagen aus gefühlt ganz Indien. Unglaublich viele Pilgergruppen sind unterwegs um den nahegelegenen Shiva-Tempel Neelkanth zu besuchen. Es ist laut  von früh bis spät. Anders dagegen im Sivananda Ashram, dort wird dieser Tag mit besonderer Achtung und Würde begangen. Und  ja es wird gefeiert und es ist eine bewusste Reise nach innen, der Aspirant versucht, sich von den normalen animalischen und menschlichen Funktionen zu befreien, praktiziert  perfekte Selbstbeherrschung . Der Aspirant lässt sein individuelles Ich sein , geht ganz Siva auf und lässt seine niedere Natur los. Das bedeutet zu fasten zumindest die ganze Nacht, physisch und mental total fokussiert – ohne andere Nahrung- zu sein. Ein Weg sich zu transzendieren und ganz die Ekstase des Bewusstseins des glückseligen Shivas zu sein. Für mich ist diese Nacht hier in Indien immer eine sehr Besondere, von 20 Uhr am Abend  bis zum morgen 4 Uhr werden 4 Pujas hintereinander zelebriert und der Tempel (Vishnawanth-Mandir) ist so lebendig und voller Leben und Freude- herrlich. Kinder fallen inmitten der lauten Gesänge in einen Tiefschlaf, nimmt man aktiv an allem teil, dann verfliegt diese Nacht wie im Flug und nach 4 Uhr wird in der Dining- hall ein grosses  Prasat  serviert – vielfältig reichlich köstlich-, das Fasten wird gebrochen und die Zeremonie wird damit beendet. 

KKM- Handweberei ein Reha-Zentrum für Menschen, die einst an  Leprose erkrankt waren. Immer wieder seit nunmehr 12 Jahren führt mich mein Weg  zu dieser Oase inmitten der quirligen , lauten Stadt DehraDun. Mit Sumit unserem geliebten Taxi driver erreichten Emily und ich schon morgens kurz vor 9 Uhr die Station. Wir kamen und brachten ein paar Kilogramm Früchte von einem  Obst-Händler unterwegs , eine lieb gewonnene Gewohnheit, die dann an die Einwohner verteilt worden. Neu war, dass die Produktion von  Webwaren nun seid fast einem Jahr vollständig eingestellt ist, da die Lager dennoch noch voll sind, ist es möglich weiter etwas einzukaufen für Freunde für Bekannte  oder wer  will, auch in größerem Stil. Damit ist direkte Unterstützung möglich. Inzwischen hat man sich auf dem Gelände, mit einem wunderschönen Altbaumbestand, etwas neu orientiert, eine Fischfarm ist erbaut worden und bereits in Betrieb und die Lagerhallen , in denen einst die Baumwolle gelagert wurde werden gerade umgebaut für die Nutzung zur Pilzzucht. Somit wird umstrukturiert und weiter gewirkt und genutzt. Wenn man möchte , ist es jetzt sogar möglich ein paar Tage dort zu verbringen, man hat in einem eigenen Trakt ein paar Gästezimmer eingerichtet.

Die Stimmung war positiv und von die Trauer und Unsicherheit vor einem Jahr (nach dem unerwarteten Ableben  von Mr. Pierre Reyneir der seid 1971 verantwortlich war für alle Belange), hat sich in eine neue andere Zuversicht verwandelt. was uns  sehr erfreut hat.

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Ganga Prem Hospice -Ein Nachmittag mittendrin

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Seit einigen Jahren ist es mir persönlich ein grosses Anliegen dieses Projekt zu unterstützen, dabei Führte mich Swami Sarvamangalanada an die  gesamte Thematik heran, sie weiss um jeden Abschnitt der Geschichte des Hospices , des Aufbaues und des spirituellen Hintergrundes dessen. So war es für uns eine besondere Freude gemeinsam mit ihr dahin zu fahren und Ärzte , Schwestern und Patienten zu besuchen.

Was ist Ganga Prem Hospice? Ganga Prem Hospice ist ein spirituell ausgerichtetes, nicht Profit-orientiertes Hospicefür Krebspatienten im Endstadium. Heute bietet das Hospice an:
Pflege im neuerbauten Hospice,
gratis Krebskliniken,
ein tägliches Heimpflegeprogramm
und Hinterlassenenhilfe
Ausbildung für Palliativpflege im Staate Uttarakhand in Indien.

Im Jahre 2019 diente Ganga Prem Hospice ungefähr 900 Patienten während den monatlichen Krebskliniken. Während der letzten Klinik des Jahres kamen 5 Ärzte zusammen (von Onkologie, Gynaekologie Palliativpflege und Zahnaerzte)und gaben den Patienten vollkommen kostenlos ihre Zeit und Expertise.

Es war beeindruckend wie ruhig das Hospiz gelegen ist, eine wahre Oase unweit des Ganges, wir fuhren direkt durch den Dschungel hin und zurück, in der Dunkelheit sollte man vermeiden unterwegs zu sein. Die Atmosphäre ist entspannt die Patienten in einem guten Zustand, schmerzfrei, dankbar, erfreut und offen Besuch zu empfangen zu zeigen, was ihnen wichtig is,t wie sich verständigen können, was die Tochter gemalt hat oder wie Zettel geschrieben werden weil das Sprechen nicht mehr möglich ist. Dr. Brenda Ward nahm sich die Zeit uns alles zu zeigen, zu erklären auf Sorgen und Nöte hinzuweisen und auf bereits Erreichtes.  Eine Patientin beeindruckte uns mit ihrem  besonderes Mantra: i love you und das ist der einzige Satz, den wir von ihr immer wieder gehört haben, ein Satz der alle Herzen öffnet und berührt.

Die spirituellen Berater im Hospiz sind da, um das Vertrauen des Patienten in eine Höhere Kraft zu stärken oder sogar manchmal erst  zu wecken, die ihm helfen kann, wenn die menschliche Hilfe unvermeidlich versagt. Diejenigen, die bereits an das Göttliche glauben, brauchen Hilfe und Ermutigung bei ihren traditionellen Gebeten und Praktiken, während Meditation und Kontemplation auch denen helfen können, deren Geist versucht, das Rätsel des Todes und die Möglichkeit einen Rahmen des Seins, jenseits des Universums zu verstehen, den wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Was auch immer die Religion oder der Glaube des Patienten sein mag, das spirituelle Personal bietet dem Patienten immer Respekt und beruhigt ihn in diesem Glauben. Die Mitarbeiter fungieren als sensible und fürsorgliche Freunde des Betroffenen und seiner Familie.

Nanima

Donation 

Danke an Usha Devi,  Swami Sarvamangala, Brenda, Emily, Sumit, Nuel, Nanima.

nächste Indienreisen:
25.9.-4.10.20 Spirit im Himalaya (Rishikesh- Jyotirmath-Badrinath) noch 2 freie Plätze
29.1.-14.2.20  Rishikesh – centre of Yoga and Spirit  (noch 3 freie Plätze)

 

 

2 Wochen Spirit in Rishikesh- 2020

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Idyllisch gelegen am türkisblauen Fluss Ganga, der anmutig durch die Berge in die Ebene hinein fließt, erreichten wir das Ashram Gästehaus am Abend, unser Anschlussflug nach DehraDun hatte mehr als eine Stunde Verspätung. Nach einer guter Mahlzeit im Madras Cafe, waren wir sehr dankbar in unserem sauberen Zimmer zu Bett zugehen.  Jedes mal ist eine Überraschung hier anzukommen, was wird neu sein, was erwartet mich in gleichbleibenden Modus und welchen Herausforderungen gilt es sich zu stellen. Direkt am nächsten morgen ging es 4.45 gen Sivanada Ashramum an der Morgenmeditation teilzunehmen. Dem folgte – in benachbarten Vishnawanth Mandir  die Morgen Puja. Seid dem der Tempel 1943 von Swami Sivananda gegründet bzw. eröffnet wurde, finden  dort ununterbrochen 3 mal täglich  Pujas für den Welt- Frieden statt. Während der Pujari im Tempelinneren seinen Dienst versieht und den Shiva Lingam, in der Yoni liegend, hingebungsvoll übergiesst, benetzt und letztlich schmückt , wird in der Tempelhalle das Mantra „Om namah Shivaya“ gesungen. Eine wunderbare herzöffnende Praxis, die mir im laufe der Jahre zu einem lieb gewonnenen und selbstverständlichen Ritual geworden ist.  Am  Ende dieser Stunde gibt es eine Lichterzeremonie mit Glocken, Trommeln  Räucherstäbchen und viel Licht.

Es ist phantastisch und immer wieder überwältigend für mich, was es für einen Unterschied macht, den Tag so zu beginnen. Danach wird Abicheka /Prasad verteilt. Einfach und köstlich. Danach geht es Richtung Gurudev-Kutir zum Ganges, um ein Fussbad zu nehmen und den Tag im direktem Kontakt zu diesem Fluss zu beginnen. Eintauchen in die Präsenz des Momentes. Jeder Augenblick verändert alles, das Wasser von gestern ist fern, das von morgen fliesst noch weit entfernt in den Bergen.

Unsere Sonntägliche Wanderung führte uns ausgehend von Tapovan nach Kunja Puri (1676m) was wir nach 4,5h  reiner Gehzeit und  ca.1000 Höhenmetern, glücklich erreichten. Dazwischen boten sich traumhafte Ausblicke . Ganz stille Momente, für die man nach einer Woche Rishikesh sehr dankbar ist. Belohnt wurden wir mit klarer Sicht und einem Blick auf den Himalaya – was für eine Gnade! Zurück mit dem Lokal-Bus; direkt zum Busbahnhof in Rishikesh Zentrum.

 

 

Ausserdem gab es sehr gute fordernde Hatha-Yogastunden zum einen im Iyengar- Yogazentrum mit Ekta und Usha Devi und anderseits mit Ashish Sharma.

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Yoga mit Ashish

Neben dieser vieler Bewegung genossen wir es, spazieren zu gehen , zu sehen , wie die neue Brücke weiter gebaut wird, die eine große Verkehrsentlastung der völlig überlasteten  RamJhula Brigdge werden soll, zum anderen ist klar , das damit die Ruhe auf der anderen Flusseite auch der Vergangenheit angehören wird.

Kulinarische verwöhnten uns Amrit mit seinem einzigartigen , simplen direkt am Ganges gelegenen Tages-Restaurant, bei dem der Chef noch persönlich kocht und alle Gerichte frisch zubereitet werden. Und ja, man muss Zeit einräumen, wenn man das tut ist die Atmosphäre besonders fein und die Vorfreude auf das zu Erwartende steigt. Das Dinner nahmen wir bevorzugt im Shanti Cafe direkt am Taxi stand in Ram Jhula ein, frisches gesundes sattviges essen- liebevoll zubereitet. Ein wahrer Genuss- und das Obst gab e dann aus der Juice bar direkt gegenüber auf der anderen Flusseite- Smoothies und vegane Frühstücksmüslis mit Kokosmilch und Dattelsirup.

Der optionale Sanskrit- Unterricht am frühen nachmittag, erwies sich als ideale Unterbrechung Rückzug und Entspannung, einpünktig konzentriert folgten 7-12 Schüler den Anweisungen des 1:1 Unterrichtes von Swami Hamsananda. Seine Güte , Klarheit Präzision und Geduld  lässt uns ruhig werden, Frieden finden und eintauchen in diese alte heilige Schrift, bei ihm der seit 54 Jahren im Ashram lebt und aktiv wirkt. Problematisch war es nur so lang am Boden zu sitzen, ja das hat Überwindung gekostet, bis ein gewisser Gewöhnungs-Effekt eintritt. Und ja- manchmal kommt auch ein Langur vorbei und fordert seinen Prasat direkt.

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Sanskrit mit Swami Hamsananda

Sonst wertvoller  Austausch und Gespräche bei Tee (dem besten Masala Chai überhaupt) mit Swami Sarvamangalananda mit der mich eine langjährige Freundschaft verbindet, sowie mit Swami Muktananda in einem spontane Talk nach dem Satsang ; über der Weg zur Essenz – Gott, die Geduld dazu und die Lebendigkeit , Spontanität die es zu wahren gilt.

„Das höchste Prinzip lässt sich nicht erklären,

es ist weder Freiheit noch Bindung;

Alles durchdringend und allem entsprechend,

Hast du es stets vor deiner Nase.“   Niutou Farong  (594-657)

wer Lust bekommen hat und das nächste Mal dabei sein möchte:

Rishikesh – Kultur und Yoga :  29.1.-14.2.21

Tagesablauf:

4.30 aufstehen

5-6.00 Meditation (es gibt auch Stühle)

6-7.00 Teilnahme an der Morgen-Puja

7-7.30 Morgenritual am Ganges (Fussbad …)

Frühstück

9-11 Hatha -Yoga oder self practise

Mittag

13.30-15 Uhr sanskrit (optional)

16-17.30 Hatha – Yoga für Beginner

18-19.30 Hatha -Yoga für Geübte

Abend-Essen

19.45-21.30 Satsang im Sivananda Ashram

Soweit ein dankbarer erster Rückblick auf diese Zeit hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trecking in Vietnam SA PA und BA BE

Der Versuch eines Vergleiches, beziehungsweise ein Aufzeigen dessen, was definitiv den Unterschied macht. Anfänglich war mir nicht klar was es bedeutet, sich für 2 Trecking-Touren in Folge zu entscheiden, das Leben belehrte mich schnell eines besseren. Der Trip nach Sa Pa begann extrem entspannt, in einem sogenannten Schlafbus. Ein von aussen normal aussehender Bus, der innen drei Reihen mit jeweils 2 übereinander liegenden Schlafsitzen zu bieten hatte. Die Regeln waren klar und streng- keine Schuhe innen erlaubt, kein Essen oder Trinken, exclusive Wasser. Allerdings  war die Kabinengrösse eher an asiatische Körperausmasse adaptiert, als an die des Durchschnitts- Touristen. Rastplätze wurden 2x angefahren, hier musste man zwangsläufig in dafür bereitgestellte  Schuhe schlüpfen. Eigenwillig und bestens organisiert- und widerstandslos akzeptiert, die Selbstverständlichkeit der Anweisungen liess einen Jeden staunend tun, was erwartet wurde.

Sa Pa gerade erreicht, erschien ein junger Bursche mit einem Bike meinem Namen am Handy und brachte mich in ein Familien-Hotel , wo man mir ein Mittags essen servierte und mitteilte, dass in Kürze ein Local-Guide kommt um uns (wir waren letztlich zu zweit) abzuholen und sofort zu starten, der Tag war schon fortgeschritten , es lagen noch 12km vor uns und es war bereits 14.30.  So streiften wir nur eiligen Schrittes durch die Stadt selbst und ich war etwas überwältigt von den riesigen Hotelbauten, die Bauaktivitäten scheinen kein Ende zu nehmen und ich bin mir  sicher, dass das der Region in dem Ausmass nicht wirklich gut tut.

Der Weg führte uns dann mehr abwärts als aufwärts, zog sich etwas in die Länge , Frauen versuchten uns zu begleiteten letztlich  um uns Handarbeiten, die zum Teil extrem schön waren, zu verkaufen. Ich empfand die Art und Weise  relativ unangenehm. Auch unter der Berücksichtigung dessen, dass wir alles selbst tragen mussten, überlegte ich mir einmal mehr, was sein muss und was nicht. Die Temperaturen waren sehr angenehm, spätsommerlich würde es am besten beschreibend treffen, der Weg erforderte viel Aufmerksamkeit, durchweg lehmig und rutschig an den Stellen, wo auch Wasser mit im Spiel war. Wir meisterten alles perfekt, durften uns diverse Kleinproduktionen ansehen, wo von Hand gewebte Stoffe mit lokalem Indigo blau (Pflanzenblättern) gefärbt werden, später entweder bedruckt oder bestickt. Die Reisfelder waren bereits abgeerntet und liegen nun bis zum Frühjahr brach. Unsere Wanderung führte uns durch das Muong Hoa Valley mit spektakulären Aus- und Weitblicken. Im Dorf Lao Chai angekommen, dämmerte es bereits, der im Home-Stay geplante Kochkurs, reduzierte sich für uns in die Option, vorm Nachtmahl zu duschen. Dankbarkeit! Vom Dorf selbst sahen wir nicht viel.  Ein paar Hanf-Pflanzen und im vorbeigehen die Stickereien der Black Mong Minderheiten mehr konnten wir nicht an Eindrücken in der Kürze bekommen. Ein paar Antworten auf mich bewegende Fragen in Sachen Gesundheit/medizinische Versorgung: Vornehmlich geht man auch heute in dieser Region zuerst zum Schamanen und wenn dieser nicht weiter helfen kann, wählen die Bewohner das  Hospital in der Stadt.

Abend essen im Home-Stay mit 8 anderen Reisenden , die Lager waren einfach, und funktionsgerecht, sprich eine Steckdose, ein Moskitonetz, ein Handtuch für Jeden. Simple und ausreichend- wir waren alle müde!

Am nächsten morgen 6 Uhr bot sich der traumhafte Blick auf das gesamte Tal, Gebäude und Pflanzen, Bananen gab es übrigens überall, und Baustellen auch. 6.15Uhr wurden dann in der Nachbarschaft auch schon die Zement-Mischer aktiviert. Es wäre falsch, das zu verschweigen, das beste Foto des Quartiers sagt nichts über den Zustand in der Nachbarschaft aus. Gestärkt mit Bananen-Pancakes (einzige Option) verteilte uns die  Haus- Herrin eine junge selbstbewusste Frau des Dorfes, in neue Gruppen mit jeweils 2-max 5 Personen). Nach meinem Schedule sollte die Tour 9km sein, kurzer Hand teilte sie mir mit 17km stehen auf dem Plan. Was an sich nicht wirklich ein Thema ist, nur dass die Wege dort generell sehr steil hinauf und hinuntergehen, und Ebenen in dem Sinne nicht existieren.  Weiter ging es durch einen Bambuswald der Boden feucht rutschig und immer wieder fanden wir Halt am  Bambus, in der Funktion ähnlich wie fixierte natürliche Wanderstöcke. Dem Bambuswald folgend, erreichten wir  einem Wasserfall, felsig gelegen, und immer wieder phantastische Ausblicke.img_5301

Unser Weg führte uns vorbei an einem Steil-Hang an dem Lilien produziert werden entlang, die Ernte war voll im Gang und die Blumen wurden verpackt für den Transport in die Stadt.  Alles erfolgte händisch, weder Böden noch Lage boten andere Möglichkeiten.

Von da weg war es nicht mehr zum Dorf Ban Ho in dem die Tay, Mong und Dao Minderheiten zu Hause sind.  Unser Home-Stay bot uns die Option eines eigenen Zimmers, was für eine Freude und daneben war es ein zentraler Treffpunkt für die Black Hmong(s)  des Dorfes.

Das Dorf war, bedingt auch durch seine weiter von Sa Pa entfernte Lage weniger touristisch, und es war schon ein Glück das es unweit der Brücke die den Ort in 2 teile teilt 2 Cafe Häuser gab. Dort zu zu pausieren empfand ich als besonders attraktiv, der Fluss, die Menschen Einfachheit des Momentes und ein wirklich guter Kaffee.

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Am nächsten morgen  nochmals weitere 6km in ein Bergdorf, was wir jedoch nur tagential streiften. Dafür mitten durch die Reisfelder nah an Tier und Mensch, guter Bodenkontakt ohne auszurutschen.

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Mit dem Taxi zurück nach Sa Pa und von dort nur 45 Minuten später mit dem Bus re nach Hanoi- um umzupacken und am kommenden morgen gen Nationalpark Ba Be aufzubrechen. Die Region um Sa Pa würde mehr Aufmerksamkeit verdienen, 5 Tage dafür einzuplanen wäre gut, vielleicht ist aber auch Wetter abhängig. Ich hatte Glück weder Haube noch Handschuhe gebrauchen zu  müssen.

Die Fahrt nach Ba Be  mit Mister Linghs Reiseunternehmen. Der Nationalpark, Dschungel gelegen  um einen grossen See hat einen ganz besonderen Charakter. Hier kann man getrost noch von sanftem Tourismus sprechen, auch wenn vielerorts um den See neue Home- stays entstehen, die Strasse befestigt wird. Die Fahrt zum Park war lang und bedingt durch eine Reifenpanne noch länger, es ging ziemlich kurvenreich aufwärts.

Gleich zu Beginn besuchten wir die größte Höhle Nord-Vietnams, Nguom Ngao Cave. Die Stille darin, die Tiefe waren besonders, einst diente der Platz lokalen Menschen auch zur spirituellen  Praxis wovon  2 Buddha Statuen zeugen, nur kann dem derzeit so nicht mehr nachgegangen werden, da das ganze staatlicher Kontrolle unterliegt mit Öffnungszeiten und Eintritt.

Temperaturen von 25-28°C erwarteten uns und eine Luftfeuchte von ca. 80%. Regen war angesagt und kam nicht, aber die erwartete Kaltfront kam und erleichterte uns das  18km Trekking ab Mittag wesentlich. Die Temperaturen sanken um 7-9°C , wir atmeten auf.  Unser Guide war extra, bemüht uns viel und alles zu zeigen zu erzählen  nur im Dschungel war es respektvoll ängstlich vor Schlangen grüne Giftige, wenig gut sichtbare bzw. Boas leben dort auch. Ja – es fanden keine Begegnungen dieser Art statt- zur Freude eines jeden Einzelnen. Dafür gab es Flöhe in den Betten und ohne Hüttensack hatten diese leichtes Spiel mit ihrem Trick das Opfer vorm Beissen lokal zu betäuben. (die Erkenntnis hatte ich dann am nächsten Tag- zu spät mein Hüttensack lag im Koffer in Hanoi).

Unterwegs gab es eine Lunch -Pause, die in der Schule des Bergdorfes stattfand, auf diese Art und Weise wird die Schule, deren Schüler mittags zum essen nach Hause gehen und nachmittags wiederkommen, effektiv genutzt und wir konnten ein wenig Atmosphäre spüren. Den Besuch in einem lokalen Haus habe ich eher als unangenehm empfunden. Wir drangen ein in einen schwarz- dunklen Lebensraum in dem alles so simple und reduziert nebeneinander existiert, das es fast erschreckend ist. Gefühlt war es eine Zeitreise Jahrhunderte zurück – nur das zufällig irgendwo ein Smartphone herum lag.img_5466

Hier war die Reisernte noch im vollen Gange und wir sahen diverse Methoden, sowohl die Ernte mit einer Sichel als auch mit einer Benzin- Sense, das Dreschen erfolgte mehrheitlich mit einem mobilen lärmerzeugenden Motor betriebenen „Gerät und im Anschluss wurden die Halme  direkt vor Ort verbrannt. Die Trocknung der Körner  findet auf grossen Planen statt und nebenbei bemerkt :in Vietnam ist das Wort für Essen dasselbe, wie für Reis. 

Nach diesem intensiven Tag gab es für Mutige die Gelegenheit im See schwimmen zu gehen , was eine wunderbare Wohltat für den ganzen Körper darstellte nach den Strapazen der Tour, vielleicht mit nur einem Krokodil- wir wissen es nicht. Den nächsten Tag begannen wir früh morgens und schon gegen 8 waren wir auf dem Boot für eine entspannte Tour  durch ein vernetztes System aus See, Fluss (Nang River) und Kanal. Wir folgten dem Fluss bis zur Puong Grotte,  die von geschätzt 1000 Fledermäusen bewohnt wird und neben traumhaften Lichtspielen, wunderbare Formationen Stalaktiten und Stalagmiten bot.

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An diesem Tag endete unsere Zeit hier es galt dankbar Abschied zu nehmen und auch hier wäre es leicht möglich gewesen, länger zu bleiben, um z.B. mehr zu erfahren über die Heilmittel die der Dschungel bietet oder einfach noch etwas die Stille dieses Platzes. An einer Stelle wurden verschiedenste Tees und Pilze und getrocknete Pflanzen verkauft, die mir alle völlig fremd waren und deren Bedeutung mir bis heute  ein Rätsel sind.

Was bleibt? Der Impuls dem Tee trinken mehr Raum zu geben, weniger auf  die Menge als auf die Qualität zu achten.  Vietnam bietet z.B. Wild-Tee aus Regionen, wo seid Jahrtausenden Tee geerntet wird.

Dazu ein persönliches Set an Teeschalen zu fertigen ist reizvoll, der Design-Entwurf ist fertig, und schon bald werden die Hände beginnen zu formen. Ich freu mich darauf!

Ein herzliches Dankeschön an  Julian, Alex, Yanh, die Belgien-Mädels

 

upcoming events:

Töpfern nach Herzenslust  noch freie Plätze am 7.12.19  9.30-12.30

Keramikwoche 2020:   27.7.-30.7.    10-17 Uhr

 

 

TANDAVA – intensiv in Vietnam

Dieses mal gab es, Dank Thaos Initiative,  einen besonderen Platz für eine 5- tägige Praxis mit Daniel Odier– ein Resort unweit von Hanoi. Die Anreise war bestens und einfach organisiert, das Taxi sammelte uns in Hanoi divers ein und bereits im Bus gab es erste wertvolle Begegnungen mit bekannten und unbekannten Menschen. Zuerst fuhren wir über die Schnellstrasse, die wir dann bald hinter uns liessen, um im irgendwo zu landen, die Strassen waren staubig, mit vielen Schlaglöchern und Engpässen, und es war mir  ziemlich schnell klar, dass ich wenig Lust haben werde, das Resort La Ferme auch nur stundenweise zu verlassen. Wir wurden empfangen und in unsere Zimmer gebracht, das ganze Areal mutete eher an wie Heidis Zaubergarten in Wien, viele diverse Sammlungen allerlei Plunder der zu irgend etwas gut sein sollte , was der erste Blick keinesfalls her gab und auch später folgte dem kein „AHA “ Erlebnis. Die Zimmer jedoch waren fein und großzügig und zum Glück, gab es nur wenige Gelsen und die Temperaturen bewegten sich um angenehme 25 °C.img_0814

In diesem See, der direkt am Resort gelegen war, schwammen ein paar von uns morgens  nachdem   wir mit  paar klassische Qui-Gong Übungen den Tag begannen. Hans- David hat seine langjährige Erfahrung weitergegeben und den Tau unter den Füssen standen wir bereits morgens 6 Uhr auf der Wiese.

TANDAVA klassisch ganz gross geschrieben, Daniel nahm uns jeden Tag mit auf die Reise langsam und meditativ, diesmal fast ausschliesslich mit traditioneller indischer Musik Ragas  zb. auf der  Rudra Veena gespielt. Dieses Instrument bringt dich in Schwingung und deine Zellen beginnen zu vibrieren, der natürliche Spanda-Zustand stellt sich ein. Musik dringt durch Haut und Muskeln in den Körper, und setzt sich in den Knochen fest. Für mich war es ein Zustand, in dem Worte durch den Raum schwebten und begannen miteinander zu tanzen. Grossartige Begegnungen.

„Lasst euch vom Universum tanzen,

Nirgendwo Starres.

Keine unbelebte Materie.

Alles ist Bewegung.

Alles ist verbunden.

Ohne den geringsten individuellen Willen lasst euren Körper der Welt gehorchen.

Langsamkeit und Glückseligkeit sind im Zentrum des kosmischen Körpers.

Zentriert sein heisst, die Peripherie zu verlieren.

Die Peripherie zu verlieren heisst, das Zentrum zu verlieren.

Das Zentrum verlieren heisst zentriert zu Sein.“  Daniel Odier

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Meister und Schüler – im Spiegel der Tatsache

Eines morgens vor der Lecture, ein leuchtender duftender Blütenreigen auf dem Kopf so oder so, das ist nur hier  möglich.

Das Seminarzentrum stellte sich  als ein hervorragender Platz heraus in dem es möglich ist alles zu durchdringen und dabei im Vergänglichen die gleiche Schönheit zu sehen, wie im Aufblühenden. Es ist alles ein gegebenes Wunder, was gesehen werden möchte und gesehen werden kann.

Wie? Sehr einfach: beginnend mit der Konzentration auf die Atmung, deinen Atem spüren vom Becken her und dein Zwerchfell wahrnehmen als ein sich stetig bewegender Muskel, der deinen Herzraum mit deinem Bauchraum in lebendiger Verbindung hält. Sei liebevoll mit dir selbst, entspanne deine Zunge – immer wieder-

Sei im Moment, lasse deine Wünsche hinter dir und du wirst sofort die Früchte ernten. Der Atem hilft dir dabei, du kannst weder „vor“-atmen noch „nach“-atmen,  jeder Atemzug steht für den Moment des Jetzt und wenn du magst, halte nach dem einatmen kurz inne um dir des Wechsels zwischen aus und ein bewusster zu werden.

Das Objekt deiner Begierde ist in deinem Herzen : JETZT!

Neben Tandava , gab es Zeit und Raum weiter das Yoga der Emotionen zu praktizieren und geführten Visualisierungen, zumeist von Matsyndranath zu folgen, welche zumeist damit begann, dir vorzustellen du sitzt nackt auf einem Stein unter dunkelblauem Himmel im Himalaya……….

Es war eine grosse Freude in diesem lebendigem uns alle  verbindenden- und Raum schaffenden-  Ereignis dabei gewesen zu sein. Tiefe Dankbarkeit dafür!

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„Sammelt ihn, diesen Tauim Herzen jeder Zelle!

Ihr winziges und fortwährendes Erschauern ist eure eigentliche Natur!

Ohne Grenze und von derselben Natur, wie alles  Lebende

Keine Trennung mehr. Keine getrennte Identität mehr im Tanz,

alles ist verbunden,

alles Abbild und Widerschein des Unendlichen.“ Daniel Odier

Was uns bleibt?  Weiter zu tanzen und den kosmischen Raum zu be-greifen.

Reise-Literatur:

Damals von Siri Hustdedt

Offene Weite  – Der Herz-Geist des Zen

 

ein Dank vom Herzen an Daniel, Thao, Susan, Matthias, Jutta, Maria, Bruno, Hans-David , Fadi, Dora , Julian und alle die dabei waren

upcoming events:

Seminare -Teachings mit : Daniel Odier 

nächster Praxisabend:  1.12.19 18-23Uhr TANDAVA und Yoga der Berührung in Altenberg/bei Wien

 

 

Im Flow des vietnamesischen Nordens-

Glücklich nach gefühlt kurzen, und doch langem Flug über Peking in Hanoi gelandet. Der Transfer in Peking (6h) erwies sich als als militant, kompliziert, umständlich. Lange Wartezeiten,  Gepäck , Zoll, Fingerprints, Einreisezettel, Kurzvisum  und sonstiges und dann alle Formalitäten wieder für die Ausreise.

In Hanoi angekommen, nach 1,5h endlich aus dem Flughafen draussen und  direkt in  die Innenstadt in ein kleines  freundliches  Innenstadt Hostel B&B Hanoi. Nahgelegen am Hoan-Kiem See.  Ein kurzer Spaziergang am Abend über den Nachtmarkt, um festzustellen, dass es leider so ist wie überall, alle sind beschäftigt mit ihren Smartphones. Selbst in den kleinsten Geschäften fehlt die Präsenz des Besitzers, jeder ist irgendwo, nur nicht dort wo sein Körper ist, es verfällt damit zu einer Farce.

Da ich generell gern und immer früh aufstehe , dachte ich, es sei eine gute Idee morgens gegen 6 Uhr am See zu sein. Und dort war ich dann hoch  überrascht, nahezu entzückt, von dem was sich mir bot nämlich: Viele Menschen und alle bewegungsaktiv: Aerobic, Tai chi, Falun Gong , joggen. Die Palette war so bunt, dass ich vergass, eigentlich meditieren zu wollen und  ich liess mich staunend langsam um den See treiben.

Das was am Abend vorher noch geschäftstüchtig und verkehrsüberfüllt war, ist dem  Drang nach Bewegung gewichen. Wie schön! Es machte den Eindruck einer  gewachsenen Normalität und war nicht von der Natur eines eines aufgesetzen Trends gezeichnet.

Der erste vietnamesische Kaffee wirkte wie eine Droge, so stark und dennoch irgendwie auch köstlich mit der dicken mich an die Kindheit erinnernden, süssen Kondensmilch am Boden.

Es ging gleich nach wenigen Stunden Hanoi für mich mit dem CAT BA Express weiter  auf die Insel, nahe der Halong-Bucht und direkt an der Lan Ha Bucht. Die Fahrt über eine Autobahn bis zu einem Fährhafen , dort bestens organisiert überfahrt mit einem bereitstehenden Boot, und wieder in den Bus , der einen dann direkt ins Hotel karrte. Der Service und Fluss beeindruckten mich. Mein Hotel (Phuong my Family Hotel) hatte ich schon Monate vorher über booking.com gebucht, und im Erdgeschoss des schmalen hohen Hauses befand sich ein Massage-Salon, mit Frisör etc.; das bedeutet Schuhe ausziehen und sich leise im Haus verhalten, was mir nur recht war. Eine enge Treppe führte hinauf in den 4. Stock, meine anfängliche Skepsis löste sich ins nichts auf als ich das wunderschöne große Zimmer betrat mit einem phantastischen Blick auf das Meer. Mein Gepäck wurde mir freundlicher weise hinaufgetragen und damit war mein „zu Hause“ für die nächsten 4 Tage fixiert.

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Schliesslich begab ich mich direkt auf Nahrungssuche, und wurde fündig im Buddha Belly 

Für mich einem Paradies gleich, nahezu alles vegan und der Rest vegetarisch, extra freundliches Personal und täglich wechselnde Currys. Überhaupt war die Versorgung mit gesundem und gutem Essen in Cat Ba gegeben.  Als empfehlenswert zu  erwähnen wäre noch My way, das mit einem guten selbst zu kreierenden Smoothie Bowl am morgen meine Nummer 1 diesbezüglich darstellte.

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Nach einer guten Nacht, Dank Klimaanlage, es war sonst erdrückend warm, ging es nach einem  veganen Pho-Bowl (Reisnudel mit Gemüse) gen Nationalpark. Eine kleine Gruppe 12 , geführt von einem älteren Vietnamesen führte uns durch den Dschungel. Es war anstrengender als ich dachte, 4x hinauf und hinunter zu steigen, manchmal war es mehr klettern als steigen und manchem wurde die Tour als walk verkauft und mit flip flops war ’s wahrlich kein Vergnügen eher unvernünftig gefährlich. Meine Wanderschuhe machten mir alles leichter und möglicher. Fasziniert hat mich speziell die Textur der Blätter und das Spiel des Lichtes mit den Farben.

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Nach 12km und 3,5 gehen, waren wir dann auch tatsächlich erleichtert ein gutes frisch gekochtes Mahl einzunehmen,  von dort aus weiter mit einer Art Kleinbus, zum Boot und die Option zu schwimmen. Was genial war. Ein überraschend voller Tag mit viel Aktivität, Sonne und wundervollen Augen- Blicken.

 

Der nächste Tag war einer umfassenden Bootstour gewidmet, gebucht in dem Full moon Party Hotel, der Guide, Paul, ein Brite der hier seine Zeit damit verbringt, Touristen die Gegend interessant und enthusiastisch nahezubringen. Dem Tag fehlte es an nichts: Boot fahren vorbei an schwimmenden Fischerdörfern, wo quasi die Fische in Netzen aufgezogen werden,  Besuch des Monkey- Islands und Aufstieg auf den selben. Das war nicht sehr einfach und dennoch eine hervorragende Übung den eigene Ängsten zu begegnen und Schritt für Schritt voran zuschreiten. Die Aussicht war dann eine gute Belohnung.

von dort ging es weiter u einem Mini- Strand, das bedeutet ins Wasser springen und schwimmen und vom Strand aus dann durch einen Tunnel, schmal und auf den Rhythmus der Wellen achtend  im inneren eines Felsens ankommen. Dort sah es dann so aus. Paul liebte das Abenteuer und wer wollte, alle wollten, bot sich die Gelegenheit durch einen weiteren Spalt ca 1m unter der Wasseroberfläche für 2 m durchzutauchen.

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Nach dieser Aktion erwartete uns gedeckte Tische am Schiff, gut und frisch und ausgewogen, jeder hat etwas gefunden, was ihn gut nährt.  Dann ging es weiter in der Halong -Bucht entlang zu einem Platz, wo wir das Boot verlassen haben und umstiegen ins Kayak- jeweils zu zweit. Mit Phil  als Partner, hatte ich grosses Glück, dank seiner  RuderKraft-war dieser Part für mich nicht so anstrengend. Wir waren durchquerten 2 Höhlen, die sich jeweils nach oben als weit offen erwiesen , dank der Taschenlampen , konnten wir auch die hunderte Fledermäuse gut sehen.

Paul war unermüdlich und gab uns auch hier die Gelegenheit, geschützt noch einmal zu schwimmen , das Abenteuer war hier aus dem Kayak ins Wasser zu kommen und wieder zurück ohne zu kentern.  Es funktionierte , vieles ist eben doch eine Frage der Technik.

Den Dritten Tag verbrachte ich dann tatsächlich entspannt und relaxt am  Strand, dabei boten Cat Ba 1 und 2 einen traurigen Anblick, dafür umso feiner Cat Ba drei, man kann sich dort eine Liege nehmen (ca.4€/Tag) und den Sandstrand geniessen.

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meine Reiseliteratur hier:

Haruki Murakami : Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede.

Daniel Odier: Offene Weite Der Herz-Geist des Zen

Ein großes Dankeschön  an Clara, Regina, Phil, Jenny, Paul, Erich, Maria, Silas, Asia, Thao

 

Entlang des Ganges zur Quelle – Gomukh

cde7e124-1225-4707-9465-3cfd2c340c49Diese Reise führte uns langsam tiefer in den Himalaya hinein und hinauf. Wir landeten nach einem 8 Flugstunden in Dehradun, unweit von Rishikesh.

Rishikesh liegt direkt am Ganges das Garwhal- Himalaya Gebirge  beginnt hier , der Ganges verlässt dieses und fließt in der Ebene weiter .

Dieses mal gab es bis kurz vor unserer Anreise und auch währenddessen immer wieder starke Gewitter und Regenfälle, was für Ende September Anfang Oktober eher untypisch ist.

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Zufällig viel unsere Reise in die Zeit in der das Navaratri-Fest begangen wird, das Fest der göttlichen Mutter. Dabei werden 9 Tage hintereinander verschiedene Aspekte weiblicher Göttinnen ins Bewusstsein gerückt und mit traditionellen Gesängen und Ritualen verbunden zelebriert.

Eine sehr übersetzte umsetzbare Zusammenfassung gibt folgende Nachricht :

Real Fasting for Navratri_*
Real fasting for purification of soul is:
1st Day – I will leave all my *Anger*
2nd Day – I will stop *Judging* People.
3rd Day – I will leave all my *Grudges*.
4th Day – I will *forgive myself & everyone*
5th Day – I will *Accept myself & every one AS they are*
6th Day – I will *love myself & everyone unconditionally*
7th Day – I will *leave* all my feelings of *Jealousy & Guilt*
8th Day – I will *leave*
all my *Fears*
9th Day – I will *offer* *Gratitude* for all the things I have and all which I will get.
10 – There is *abundance* in the universe for all and I will always tap the same and create what I want through unconditional love, sadhna, nishkam seva, faith, swamaans
Gemeinsam mit dem Buch von Swami Chidananda “ mother gods“ ergab sich ganz von selbst ein Hintergrund für diese Reise und eine Option zu komplimentieren , zu reflektieren, zu spüren und sich diesem Zugang der Huldigung zu öffnen um der eigenen inneren Spurensuche Nahrung zu geben.
Direkt am Ganges befand sich unser Quartier und der kräftige Strom zog an uns vorbei .
Um unsere Kondition zu kräftigen und den physischen Körper von innen zu stärken nahmen wir Iyengar- Yogastunden.
Nach ein paar Tagen zum ankommen und akklimatisieren ging die Reise weiter via Taxi , am Tehri Staudamm vorbei nach Ganeshpur in den Sivananda Ashram am Ganges unweit von Uttarkashi gelegen. Natürliches Wasser Rauschen, frische Spätsommer Temperaturen, statt lärmender Menschen , Rikschas und heißer Luft.
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Wir fühlten uns wohl und liebevoll eingebettet in die Ashram Family von Swami Premananda. Auch hier gingen die Navaratri Feierlichkeiten weiter – anders- eingebettet in lokale traditionelle Gesänge.
Inzwischen waren wir auf 1800 Meter Höhe gelandet –
Etwas besorgt beobachten wir das Wetter in Richtung Quelle- Kälte, Regen und Schneefälle. Tagsüber nahmen wir ab den lectures von Swamiji teil, Vedanta Philosophie anhand der Yoga Vashisht das Subjekt. Mit vielen Praxis Beispielen durchwoben begannen wir nach- zu -denken , und reflektierten weiter – wer bin ich ?
Fast fiel uns der Abschied schwer, doch die Berge lockten uns weiter zu reisen – so erreichten wir an einem späten Nachmittag Gangotri. Ein wahrhaftiger Pilgerort. Nachdem unsere Buchung wohl übersehen wurde ( was in Indien nicht so selten vorkommt) , bemühte man sich sehr eine annehmbare Lösung zu finden. Hier waren die Abende und Nächte schon sehr kalt – ganz automatisch griff man zu Schal , Haube, dicker Jacke und Handschuhen. Ein ganzer Tag anpassen auf nun mehr   3000 m war gut und wichtig.
Das Wetter zeigte sich kühl aber freundlich und sonnig. Nach Gangotri werden alle gebracht , alt und jung , gesund oder krank . Rollstühle gehören dort zur Regel, die Wege sind schlecht , ein Wunder das nicht mehr passiert.
Wir hatten das Glück die unlängst im September eröffnete Art-Gallerie von Swami Sundaranand zu besuchen – es war unglaublich beeindruckend – diesen Fotos aus 60 Jahren gegenüber zu stehen , eine Fülle eine Aussage – eine Anregung und Inspiration. Die dazu führt den Spuren folgen zu wollen. Die Präsentation ist gelungen und jeder der Gangotri besucht sollte sich die Zeit dafür nehmen ( täglich geöffnet bis Diwali 18.30). Der Swami selbst verbringt jetzt seine Sommer Lebens Zeit dort ( Mai- Oktober) ist inzwischen knapp 95 Jahre alt und eine besondere Sache ihn physisch erleben zu dürfen. ( und das nicht nur, weil er seid Jahren ohne Bauchspeicheldrüse lebt ).
Am Tempel und am Ufer häufen sich die Menschen zu Ganga-Puja , reinigendem Bad und Arati ( Lichtzeremonie).
Nebenher erreichen und die Infos einiger organisatorischer Änderungen im Nationalpark, eine davon betraf uns direkt – wir benötigen einen Guide und einen Porter für einen Teil unseres Gepäckes hinauf nach Boshwasa ( übersetzt Birkenwald). Da gerade absolute Hochsaison war gestaltete sich das als etwas herausfordernd , dank der Freunde aus Ganeshpur fanden wir eine gute Lösung für uns- so starteten wir am kommenden morgen früh gen Nationalpark Nanda- Devi. Langsam schweigend Schritt für Schritt wanderten wir den stetig ansteigenden Weg langsam ins Tal hinein Richtung Boshwasa. Nach Kilometer 9 gab es eine Stärkung und Pause zum akklimatisieren. Zu der Zeit waren wir auch schon 3,5 h unterwegs.
Die letzten 6 km waren beschwerlicher erforderten Aufmerksamkeit und Konzentration. Glücklich und teilweise sehr erschöpft erreichten wir Boshwasa. Birken gibt es dort allerdings keine mehr , die Aufforstung hat weiter unten begonnen und man hat dort immerhin 1200 Bäume gesetzt. Boshwasa selbst ist ein weiter Talkessel, der heute als Basis Camp genutzt wird, mit guesthouse , Ashram , und ganz vielen kleinen Zelten geführter Reiseunternehmen.
Wir kamen unter im Government Guesthouse , schliefen draußen in größeren Zelten, auf Feldbetten , nein wir haben nicht gefroren in der Nacht – das Bettzeug war warm und gleichzeitig erdrückend schwer. Das frisch gekochte essen einfach und köstlich – Dankbarkeit .
Am nächsten morgen trennte sich unsere kleine Gruppe, für einen hieß es aus gesundheitlichen Gründen mit dem Pferd wieder zurück ins Tal und für den Rest ging es weiter gen gomukh und auf Grund der vorhandenen Option und des strahlend blauen Himmels weiter gen Tapovan .
Der schwierigste Teil war , in meinen Augen , den Ganges primär queren zu müssen mit einer Art Seilbahn- and der ein Käfig hing -indem maximal 4 Leute sitzen konnten und der dann manuell hin und her gezogen wurde – ein Kraft- Akt.
a81f9c72-927d-469c-a74d-660e3c5d74e4Von dort ging es bis zum Gletscher und Gomukh Tor leicht stetig bergauf, dann teilten sich die Wege und ab dem Moment erwies sich der Guide als unabdingbar- Schritt für Schritt- Atemzug um Atemzug ging es weitere 500 Höhenmeter hinauf. Die Luft würde dünner der Anstieg steiler , es ist die pure Willenskraft die einen da hinauf gehen lässt – erreicht man das Plateau- ist der Rest Gnade pur – zum niederknien – umwerfend .
Stille das Dach auf dem Weg zum Shivaling ….- 2h tauchten wir ein – schauen ruhen sitzen Tee trinken meditieren – Präsenz im Absoluten – dann ging es zurück;
Steil hinab – und wesentlich einfacher, dennoch nach letztlich doch noch geglückter Fluss Querung erreichten wir hochbeglückt und körperlich sehr erschöpft das Lager in Boshwasa. Gut ausgeruht ging es am nächsten morgen zurück gen Gangotri und dort weiter wieder im kompletten Team bis Ganeshpur.
Eintauchen in Vertrautes , mit angenehmen Temperaturen galt nur noch eines : rest and relax …..
Den Abschluss bildete dann ein Ganzkörper- Bad in mother Ganga – beschenkt und beglückt , verabschiedeten wir uns von Swamiji und reisten 2Tage später an unseren Ausgangspunkt Rishikesh zurück . Dort waren wir ziemlich erschlagen von Verkehr , Staub , Menschen , Lärm, Hitze . Gott sei Dank gibt es paar Oasen des Rückzuges – und neben zwei weiteren guten Yogastunden mit Ekta Ghale zum Stretching bot uns der Sivananda Ashram einen Platz zum verankern , ausruhen , ankommen Innenschau .
Eine Reise in einer vielfältigen Abwechslung und einer Herausforderung sich spontan und schnell ohne attachments flexibel an die Umstände zu adaptieren .
Im Fluss des Lebens – zu Sein –
Und dabei dem Nicht-Sein Raum zu geben –
zu erkennen.

Hari Ohm

 

Vielen lieben Dank allen die diese Reise möglich gemacht haben und direkt oder indirekt dazu beigetragen haben : Hermann, Swami Sarvamangala , Swami Premananda , Surya , Biju , Vishnu , Suman , Matthias , Regina
nächste Indien Reisen:
25.9 – 11.10.2020  Rishikesh-Badrinath /weitere Infos demnächst
Herbst 2021 Quell-Erfahrung Ganges

Ein Plädoyer an die Absichtslosigkeit des Yoga der Berührung

Reflektionen bezugnehmend auf Zen und Wandern im Lesachtal (Maria Luggau)

Im Hinblick auf simple Achtsamkeits-Übungen kann man dem näher rücken – doch wie geht das?

Was versteckt sich hinter der Absichtslosigkeit, wie erreichen wir diese?

Diese Klarheit kommt, so wie der Nebel aufsteigt und die Sicht vollständig freigibt im richtigen Moment- losgelöst vom Willen, seiner sich selbst reflektierend Natur gegenüber scheinbar ganz natürlich.

Wie wichtig ist sie und wozu?

Ich versuche dem nachzugehen über eine gerade jetzt gemachte Erfahrung mit ZEN und wandern. Man gehe wandern in einer Gruppe und übe, zB. still zu sein für mehrere Tage, still zu sitzen und innerlich zu tanzen, den Raum um sich herum zu spüren und sich von Freude erfüllen zu lassen. Das geht – allein- gut.  Doch dann wandern in der Gruppe, mit 29 Menschen sein. Achtsam. Versteht sich.

Schritt für Schritt, mit Geduld, Ziel orientiert und selbst wenn man glaubt es geht nicht, den Weg gehen zu können ihn zu gehen. „Langsam Schnecke auf den Fuji“, genau diese Langsamkeit üben wir im Tandava genau in dieser Langsamkeit geben wir das Yoga der Berührung. Wir bleiben im Moment.

Gerade beim wandern ist man gefordert jeden Moment präsent zu sein, ein falscher Schritt könnte fatale Folgen haben. Angehalten  dieser Praxis zu folgen, erreichten wir immer alle das Ziel, obwohl unsere Gruppe nicht homogen war, weder altersbezogen noch konditionell. Zu hören , darauf einzugehen was im Moment angesagt war, galt es zu erkennen – die eigenen Ideen, Vorstellungen komplett hintenan zu stellen. Im Energiefluss der Gruppe zog es alle hinauf  jeden Tag wieder, 5 Tage in Folge (Samalm (1992m), Bösring 2304m, Leitner Böden und Dorfberg (2115m), Obstansersee (2304m), Schwalbenkofel (2159m).

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Obstansersee

Alles was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, lassen wir durch uns hindurchfliessen, ohne es zu werten. Schönes , Trauriges, Stürmisches, Erschöpftes, Wollendes.

Der physische Körper kommt an Grenzen , das Verbindene, das  was bleibt, ist der Atem. Es strömt ein und aus, das nach Möglichkeit tief. Du spürst den Atem zuerst im unteren Bauch dann einströmend bis hinauf zu den Schlüsselbeinen. Du folgst dem Rhythmus der Gruppe, die eines ist. Der Atem führt uns, dem gegenüber können wir uns vollständig anvertrauen.

Der Atem unterstützt die Absichtslosigkeit während des YdB, er verbindet beide Körper immer wieder miteinander und darauf vertrauend gibt es „nicht viel“ zu tun.  Bleibst du  als Gebender in diesem Modus, kann der Empfangende freier sein und zB. aufkommende Emotionen erzeugen auf keiner Seite eine Irritation, du bleibst im Langsamen Modus  der Bewegung durch den Raum am Körper. Sanft entspannt mit Leichtigkeit. Vergiss das Wollen. Bleibe Präsent.

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Das Wandern im Schweigen macht es möglich ganz bei sich zu sein, kein Austausch keine Bewertung keine Ablenkung. Eins sein mit dir mit dem Raum um dich, in dir. Genau den gleichen Effekt hast beim YdB; du bleibst in der Non- Verbalität. Jede Ablenkung wird heraus genommen. Jede Absicht erlischt und jeder Moment wird zur spontanen frischen Neuentdeckung, wenn du es dir erlaubst. Das Feld ist viel größer als du glaubst oder vermutest. Behälst du den Modus der Absichtslosigkeit während der Praxis bei, kann es zu überraschend feinen und tiefen Momenten kommen und weniger ergreifende Momente werden wertungslos wahrgenommen und nicht versucht zu ergründen. Lass es fliessen. Löse das Wollen auf, es wird dein gesamtes Leben ändern.

Gehe weiter auch da, Schritt für Schritt. Bleibe im Herzen konzentriert, das Herz was weder Form, Farbe oder Größe hat.

„Durch gewissenhafte Wiederholung wird das innere Licht strahlend glänzen!“  C.S.

„Es gibt eine Macht im Innern, die mehr weiss,

als all unsere Erkenntnisse, wir sind größer als unsere Gedanken, und manchmal enthüllt die Erde hier jene Schau,

zu, zu lieben sind Zeichen unendlicher Dinge,

Liebe ist eine Glorie aus den Sphären der Ewigkeit.“

Sri Aurobindo  Savitri 5.Buch 2. Kapitel Satayasan

Dank an Daniel Odier, Chan Meister und Lehrer des Shivaitisch- Kaschmirischen Tantras

Dank an Christoph Singer  Zenlehrer und Seminarleiter im Lesachtal

 

Hinweis: nächster Praxis-Übungsabend Tandava und Massage  8.9.19  18-ca.23Uhr in Altenberg/Greifenstein

 

 

 

 

Italien – mon amoure

In einer Sommernacht nach Italien reisen, auf dem Packsattel stoppen für eine 2Stunden Tiefschlaf und dann weiter vorbei an Venedig, Padua, Vincenza, dem Gardasee, Bergamo, Milano um in Ivrea synchronisch so einzutreffen, dass der Zug des abzuholenden Freundes gerade einrollte. Gemeinsam nach Damanhur, der Stadt des Lichtes unweit von Turin reisen und dort eintauchen. Das achte Weltwunder – die Unterirdische Tempelanlage besuchen und darin meditieren, Freunde und Lehrer treffen, sich AUS-Tauschen,  an einem Konzert im Tempel teilnehmen dürfen, die Sonnenwende Sommer-Soltstice erleben. Steinspiralen gehen, Fragen entstehen lassen und Inspirationen bekommen diese zu beantworten. Den heiligen Wald besuchen, und immer wieder die selfische Bildergalerie in der Crea besuchen. Jedes mal Neues entdecken und dahinter spüren. Lesen und studieren in „Wiedergeboren um zu leben“ und über ein Feuerspringen um das Ritual der Sommer-Sonnenwende physisch zu besiegeln. Von da aus Weiter -Reise

in die südliche Toskana, Argentario, Campo regio  ein kleiner feiner Platz, den ich bereits vor über 20 Jahren entdeckte. Der besondere Reiz des Platzes liegt in seiner unmittelbaren Meeresnähe, seiner ganzjährigen Öffnung, dem zauberhaften Pinnienwald und der Ruhe, die man dort finden kann. Vielleicht nicht gerade in den Sommermonaten, da sind die Abende italienischer Animation gewidmet  und vor 24Uhr  gibt es keine Ruhe, es sei denn man zieht sich ans Meer zurück.  Ein Platz zur Einkehr und gleichzeitig hat man alles was man braucht, unkompliziert um sich herum. Ganz nah der bekannte BIO-Produzent La Selva der mir alles was mein Herz und Magen brauchten bot. So oft es geht barfüssig unter den Pinien und am Strand unterwegs zu sein, sich hin und wider mit dem Rücken an eine Pinie zu lehnen zu atmen, hilft das Körpersystem auszugleichen, eine neue Balance zu finden. Das Wasser Traumhaft, sauber, klar, warm und in einer leichten Brise ab Mittags auch gut erträglich in diesen heissen Tagen – einladend zu Tandava im Wasser- was für eine Leichtigkeit!

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Von hier aus setze sich unsere Reise spontan und unerwartet fort in Richtung Amalfi-Küste. Welch eine magische Landschaft, Orte die an den Bergwänden klammern, Boote aus allen Kategorien am Wasser. Immer wieder ergaben sich neue Blickwinkel atemberaubend, tief beeindruckend. Mit dem Boot erkundeten wir die kleinen Ortschaften und  so konnte ich mir einen ersten Eindruck dieser Region verschaffen, in die ich sicher wiederkomme. Das fahren mit dem motorisiertem Schlauchboot hatte etwas besonderes- zum einen war man ganz nah dran am Wasser, und man musste dem Wellengang genau folgen,wissen und können was wann getan werden muss, dann  war es eine Einheit  das Boot, das Meer, wir.  Sehr fein!   Einen ganzen Tag auf Capri, Anacapri wandeln, atmen, schauen und viel gehen. Faszination einer anderen Welt in den verschiedensten Facetten präsentiert, einladend zum kreativen Lustwandeln.

 

Unsere Basis-station Restaurant Il Pirata in Praiano unweit davon gibt es (begrenzte- früh genug kommen oder öffentlich) Parkmöglichkeiten, und wir bewegten uns zu meist via Boot. Rino, der Restaurant Besitzer  managt das Ganze gelassen mit viel Freundlichkeiten und großem Engagement. Sein Team zeichnet sich durch Flexibilität , Kundenorientierung und guter Zusammenarbeit aus. Eine Atmosphäre zum Wohlfühlen und entspannen. Das Essen sehr gut und phantasievoll, Vegane Küche ist  kein Fremdwort, aber eine ausgeglichene Vielfalt diesbezüglich gibt es (noch) nicht- dafür wird Nachhaltigkeit gross geschrieben und zielgerichtet Glas statt Plastik verwendet. Empfehlenswert!

und immer zwischendurch pausen daheim mit Momo der Katze im Hier und Jetzt, geliebt und umsorgt  von allen.

und ehe es wieder via Nachtfahrt re ging, noch 2 wunderschöne Sommer-Sonnen Camping -Tage, schlafen auf dem Pinienboden, Amalfi-Zitronen geniessen und sich sammeln. Wahre Erholung!

Thanks to Goura Loto, Napea, Chrisoperla, Christoph, Nils, Cosimo, Rino, Sarah ….

Das Nachiketa Tal / Himalaya

Start  früh am morgen, blauer Himmel, Regentropfen der Nacht auf der Magnolie die ihren Blütenblättern entspringt. Noch etwas kühl, also ging es -gut im Zwiebelsystem gekleidet – mit dem Taxi  los in Richtung  Nachiketa- Tal, See und Tempel.  Von Ganesh pur aus betrachtet primär Richtung Uttarkashi und dann direkt ins Tal hinein. Stetig fuhren wir bergauf, vorbei an  unzähligen  bepflanzten Terrassen, derzeit wächst hier der Weizen. Das Grün besticht – Augen und Herz. Im Kopf erschienen Bilder von einst genauso bewirtschafteten Terrassen  z.B. auf Kreta oder Gomera. Die längst aufgegeben wurden.

Die Fahrt führte über ein gut ausgebaute, durchaus mit unseren Verhältnissen vergleichbaren Bergstrasse hinauf, vorbei an unzähligen blühenden Rhododendron arbureum auch Buranash genannt.

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Diese wachsen hier als Bäume die eine Höhe  von 20m erreichen können. Die Blütezeit ist von Januar bis Ende März , dieses Jahr wird es etwas länger anhalten, denn ich sah sehr viele, speziell auf dem 3 km Trek zum Nachiketa- Tempel in sehr knospigen Zustand und der Boden dort ist teilweise noch mit Schnee bedeckt. Der Baum strahlt eine wunderbare Ästhetik aus und  erfreut sich grosser Beliebtheit hier in der Bevölkerung. Verleiht er den Einheimischen doch die Möglichkeit gesunde Köstlichkeiten herzustellen.  Probiert habe ich bisher nur die Variante  eines feine Chutneys. (gemischt mit Ingwer, optional Knoblauch, Tamarinde und Chili)

Unsere Rhododendron in Europa gelten als giftig,  es ist also es keine Nachahmung empfohlen (Diterpene, Grayanatoxine, Acetylandrmedol, Andronedotoxin)!

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Angekommen an dem Ausgangspunkt für den  kurzen 3km Trek hinauf  gen Tempel und der Wartepunkt für den Fahrer. Gestärkt mit einen Chai machte ich mich auf den Weg, alles war still und es war niemand unterwegs- bezaubernd. Wie in einem Märchenwald ging der bequem gehbare Weg sanft bergauf. (insgesamt 240 Höhenmeter)

Die Bäume müssen sehr alt sein, eine wunderbare Kraft geht von ihnen aus. Ganz langsam und staunend  wanderte ich bergan und hin und wieder ergaben sich atemberaubend Fernblicke.

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Schliesslich blühten die Bäume noch nicht, es war knospiger alles in Erwartung und frischer,

Letztlich gelangte ich mit Hilfe dieser so freundlichen Bergfrauen an meinem Ziel, nachdem ich an einer Wegkreuzung den falschen Weg eingeschlagen hatte.

img_0932Sie brachten mich  – in einem guten Wanderschritttempo zum Nachiketa See  und Tempel. Letzter war eher sehr klein und unscheinbar. Am See ist ein Baba zu Hause in einer Hütte und in einem alten Bürosessel sitzend, eine Platz zum meditieren und Tee trinken anbietend.  Sinnvoll wäre lediglich ihm etwas zu essen mitzubringen (und ich war nur mit Wasserflasche unterwegs). Das nächste Mal- ich komme wieder!

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Am See kann man gut sitzen- oder ihn umrunden- dem Spiel der Sonne im Wasser zuschauen und staunen und  mit dieser beruhigenden Wirkung nach innen gehen und Stille finden.  Der See ist voller Fische aller Größen und die Tiere haben keinerlei Scheu- nie wurde jemals gefischt.  Nachiketa,  der Sohn des weisen Uddatal, soll diesem See in dieser Form  an diesem Platz  kreiert haben,  daher ist er nach ihm benannt.

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Dann ging es für mich wieder zurück zu dem kleinen Platz um den Chowrangi Khal Tempel , wo ich  mich mit Parantha und Kichererbsendhal stärkte. Von da aus fuhren wir langsam wieder ins Tal zurück zum Sivanada Ashram in Ganeshpur zu Füssen des Ganges meinem zu Hause, hier im Himalaya.