Yoga – Retreat auf La Gomera -El Cabrito; Spring 2021

Nach einer langen Anreise, die ganz reibungslos funktionierte, und dennoch den einen oder anderen Zwischenaufenthalt (Foto Ankunft San Sebastian) inkludierte, erreichten wir alle am Anreisetag die Finca El Cabrito – nur zu Fuss oder via Boot erreichbar -auf der kleinen kanarischen Insel La Gomera.

Gelandet in einer anderen Welt, fern der kulturlosen (Theater, Kino, Gastronomie) Bedingungen, wie wir sie inzwischen nahezu als normal empfinden. Brigitte vom Finca-Team, erwartete uns an der Mole, nach einer kurzen Einführung ging es dann direkt zum Abendessen und es war nahezu unglaublich, unsere Gruppe zusammen sitzend am Meer nebeneinander miteinander und wir konnten diese erste Mahlzeit schon ganz anders geniessen. Dankbarkeit.

Eine Yoga-Familie formierte sich für eine Woche.

„Yoga bringt dich in den Augenblick, der einzige Ort, wo das Leben existiert“ von unbekannt

Bereits am nächsten Morgen starteten wir mit Meditation und Pranayama (Atemübungen) 6 Uhr morgens- gefolgt von Hatha-Yoga Asanas und mit diesem Start ging es dann täglich zum frischen Frühstücksbuffet mit vielen Köstlichkeiten Finca- selfmade durchwoben.

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Entspannung beginnt in den äußeren Schichten des Körpers und dringt bis in die tiefen Schichten unserer Existenz vor.

Manche von uns bevorzugten davor ein erstes schwimmen im Meer- das Wetter präsentierte sich in dieser Woche mit stabilen Hochdruck mässig, leicht bewegt , sonnig, wolkig im Hinterland hin und wieder. Schwimmen war – für fast alle – ein tägliches Vergnügen (bei Wassertemperaraturen um die 20 grad)

Die Tage flossen dahin, ganz unterschiedlich verbrachten wir die TAGESZEITEN, die Bedürfnisse waren verschieden und das eine oder andere floss zusammen und von kurzen (Hausberg und Stuhl), mittellangen (San Sebastian, Seima) oder langen Wanderungen (Somprero- Bar Peraza- Seima); Ausflügen (Lorbeerwald) ; Massagen- Angeboten von der Finca (mit Uta, Susanne und Denis) DANKE EUCH! , malen, lesen, Seele baumeln lassen in der Hängematte, botanische Führung , einfache Stille und immer wieder dieses aufs Meer schauen und eintauchen.

Das Verringern von Hindernissen im Geist und Blockaden im Körper führt dazu, daß sich unsere körperlichen Funktionen in einem harmonischen Gleichgewicht befinden.

Yogasutra 2.43

Eine Morgen-Meditations Wanderung zum Kreuz- der besondere Tagesbeginn für unser Geburtstagskind an diesem Tag.

Eine Woche wandelte sich zum gefühlten Jahr. Eine vollständige Transformation Geist, Körper, Seele. Neue Ideen kamen auf, neues Denken, um gestalten und die eine Lebensentscheidung wurde getroffen. Es ist immer gut die Comfort-Zone (egal wie bequem oder unbequem sie sich auch gerade präsentiert) zu verlassen. Mit Abstand zu betrachten was ist, wohin will ich, was ist der Sinn meines Seins hier auf dieser Erde.

Der Horizont der nicht verschwindet, eins werden mit der Unendlichkeit.

Zeit verbringen und Blumen bewundern, fotografieren, wahrnehmen eine Reihe von Perlen schöner Glücksmomente die einen inneren Frieden aufzeigen. Der grosse Unterschied zum zu Hause in Mitteleuropa ist der des direkten sozialen, dankbaren Teilens und Erlebens. Auf jeden Fall kann man das auch allein wahrnehmen und – um wieviel potenziert ist diese Freude in der Gemeinsamkeit. Auch Sorgen zu besprechen, konstruktive Diskurse führen, es ist nicht notwendig einer Meinung zu sein. Sprechen miteinander und teilen und die gemeinsame Interessens-Ebene heraus zu kristallisieren- das ist gelebte Demokratie. Weg von Schubladen denken und unreflektierten Verurteilungen- egal in welche Richtung.

Vor dem Abendessen folgten eine Iyengar orientierte Yoga Einheit, die detaillierter in die Praxis einführt und die eigene Körper Erfahrung vertiefen und verstehen hilft. Eine Einladung im Buch des Körpers zu lesen zu fühlen und zu erkennen. Was wirkt wie zusammen und wie kann ich was für mich gut beeinflussen um in Balance zu finden zu bleiben- stabiler werden – Leichtigkeit erleben und voller Energie mein Leben leben?

Den Tagesabschluss bildete Tandava, der mystischen Tanz aus der Tantra- Yoga Praxis des Vijnabhairava, wie ich es seid vielen Jahren bei /mit und ohne Daniel Odier gelernt habe und praktiziere. Tandava hilft uns den Fluss des Lebens fliessen zu lassen, keine Widerstände dem entgegenzusetzen, was das Leben uns im Jetzt bietet. Keine Verhärtungen und Verspannungen aufkommen zu lassen und wenn sie da sind sie zu lösen , immer wieder in den Moment des Jetzt eintauchen und zu atmen. Gerade jetzt war dieser langsamer Tanz eine wundervolle Option zu Musik zu praktizieren, sich mitnehmen zu lassen in den Raum des Friedens am Ende eines jeden Tages.

Quintessenz: Wir haben zusammen Sein gelebt. Respektvoll und mit Freude und wir haben alle – jeder für sich- das Immunsystem gestärkt, was ich persönlich als eine der machtvollsten Instrumente dieser Zeit halte. (auch wenn es keine Garantie darstellt) erhöht es das Vertrauen in dich und deine Lebensqualtität – sofort und nachhaltig. Dran bleiben lohnt sich davon bin ich überzeugt und ein Yoga Life – Style ist ein sehr guter Berater seid Jahrtausenden.

Nächste Yoga Reise ist geplant 2.-9.4.2022 — am liebsten würd ich allen Yoga-Schülern die reale Option geben mitzukommen, da das nicht geht, melde dich rechtzeitig um deinen Platz zu sichern.

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Jeder Mensch kann Yoga üben, solange er atmet.

Danke an alle, die es möglich gemacht haben das diese Reise so stattfinden konnte: das gesamte El Cabrito Team, MESA , die Fluggesellschaften (Lufthansa und Rynair), und W- A- G- T -I -N-B

Kommentare:

Annett, danke dir für dein Engagement uns diesen außergewöhnlichen Ort zu zeigen in Kombination mit Yoga und Wandern. Es war eine Wahnsinns-woche! Euch anderen danke für die gemeinsame Zeit. Ich komme anders zurück als ich aufgebrochen bin.

Trotz zahlreicher Besuche war auch diese Woche wieder einzigartig. Denn vor dem Hintergrund der Finca treffen sich Menschen in immer neuen Konstellationen.
Das war eine tolle Zeit mit euch. Freue mich auf die Wiederholung!
N

auch von mir ein großes DANKE an alle für die besondere gemeinsame zeit! alles liebe 
T

LA GOMERA – zwischen den ZEITEN

Blick auf den Teide vom Hausberg El Cabritos

Love is not a transaction but a burning flame within you. When it burns the core of who you are, it is liberating. Sadghuru 2021

Meine Zeit hier auf der Insel neigt sich dem Ende entgegen und ich kann und will nicht mehr schweigen meine Meinung zurückhalten. Es gibt keinen einzigen Grund mehr dafür. Der geographische bedingte Abstand zu Österreich hat mich extrem unterstützt den eigenen Gefühlen, der inneren Wahrheit zu vertrauen. Winden wir uns nicht hin und her um uns die Situation , in der wir jetzt alle gelandet sind schön zu reden, um besser zu überleben? Und ja es ist eine Chance und nein es ist nicht mehr verhältnismässig. Zu viel bleibt auf der Strecke. Wichtiges. Gutes, Wahres und Schönes. Neue Geschäftsmodelle entstehen meist – internet abhängig- um wieder eine Art von Sicherheit vorzugaukeln. Die Wirtschaft eine riesige Maschinerie will weiter tun und tut es auch- Pech für die die auf der Strecke bleiben. Ist das noch sozial? Und es bleiben Menschen auf der Strecke, merkt das niemand oder koste es tatsächlich was es wolle? Sind wir dort gelandet?

Ich glaube nicht daran, dass die Impfung alles rettet, wer sagt das, wer denkt das und wer weiss das? Es gibt keine diesbezüglichen Erfahrungen. Ich bin kein genereller Impfgegner- wie es zB. Rudolf Steiner einer war , möchte aber selbst abwägen und dieses Recht jedem zustehen und vertraue eher dem konventionellen Ablauf bei der Einführung eines neuen Impfstoffes von jahrelangen Testphasen. Jeder soll für sich entscheiden ganz klar – frei. Laut New York times ist es übrigens nicht sicher ob der Impfstoff tatsächlich den anderen „hilft“ oder doch „nur“ sich selbst. Wir werden sehen. Aufgewachsen in Ostdeutschland kann ich nur darum bitten, das Menschenrecht einer freien Entscheidung un- berührt zu lassen- ich weiss wovon ich spreche. Manches kommt mir- leider seid Monaten -so bekannt vor. Noch dazu hab ich in meiner Wahlheimat Österreich wenig bis gar kein Mitspracherecht als Ausländerin (auch nach 18 Jahren nicht) – der Herr Bundeskanzler spricht nicht zu mir. Vielleicht geht es anderen auch so- sicher sogar.

Dabei sind es wir Menschen , im mit einander des sozialen und direkten Kontaktes , was uns ausmacht stärkt und verbindet. Yoga ist ein Tool was uns diesbezüglich unterstützt, auch wenn dabei jeder für sich – auf der eigenen Matte- praktiziert, getragen werden die Stunden durch das Zusammen-Sein- dabei entsteht ein energetisches Feld . Eines in dem die, die sich darin befinden regenerieren und so u.a. ihren Körper kräftigen, die Sinne schulen , ihr Immunsystem stärken, Ihre Ängste vergessen, ihren Geist beruhigen, das Atmungssystem trainieren. Hier ist mir vieles bewusst geworden – im wieder erleben eines menschlichen Miteinanders, einer geöffneten Gastronomie etwas Kultur, Musik, Yoga wie wichtig all diese Dinge doch sind.

So bin ich in dieser Zeit hier sehr viel gewandert, meine Füsse trugen mich hinauf und hinunter über Stock und viele, viele Steine. Oft Allein oder zu zweit – Austausch und Meditation- Frieden und Freude- Licht und Dunkelheit und habe so unglaubliche Naturschauspiele sehen können. Besonders wertvoll dabei die Zeit am morgens am Strand mit Sonnenaufgängen, Tandava und täglicher Bewegung im Element Wasser.

Ganz viel Sonne auf der Haut , ganz viel Freude und Liebe im Herzen die ich mit Euch teilen möchte. Die Wahrheit finde ich in mir selbst und ich weiss sie, jedes hinsetzen zur Meditation stärkt uns von innen und macht uns unendlich stark und unbezwingbar.

Auch auf der ÖKO-Finca El Cabrito war einiges anders als sonst, achtsam und sorgfältig vorbereitet war man darauf bedacht unter den Umständen 2020 den Gästen einen entspannten Urlaub zu ermöglichen – und das ist gelungen – keine Frage! Ein grosses Dankeschön dem gesamten Team! und ganz etwas besonders trat ein in dieser Zeit es regnete – und das erstmals wieder nach drei jähriger Trockenheit, die Staudämme (drei) sind alle wieder gefüllt und sogar der Baranco führt wieder Wasser. Grossartig, viele Sorgen waren auch mit dem Wassermangel verbunden – ein Aufatmen der ganzen Insel -Erde , Pflanzen, Tiere und Menschen re- agieren direkt auf das kostbare nass.

Ist die Sonne untergegangen, zeichnet sich der Mond ab. Ist der Mond verschwunden, verweilt das Bewusstsein. Ist das Bewusstsein gegangen, bleibt die Räumlichkeit. Die drei Gesänge- Erschauern des Lebens, Heilige Freiheit und Glückseligkeit: Sie lösen sich darin auf. Lalla

Die Reflektion dessen was ich hier wahrnehmen kann, ist traumhaft. Die Ausblicke einmalig- ein paar Impressionen von Wanderungen in und um El Cabrito und aus dem Valle Gran Rey, wo ich in einem feinen kleinen Appartment ein paar letzte Tage ein zu Hause fand.

Und wie geht es nun weiter? Täglich frisch, spontan, zuversichtlich, klar, offen und mit einer Art Erwartungslosigkeit die ganz viel Raum für das schafft, was um uns ist. Freude auf Mit- Einander Sein. Bereit hinzuschauen auch auf die Dunkelheit. UND Ganz viel Bedürfnis hineinzugeben, was meinem Potential Ausdruck verleiht. Mit Dir!

Herzlichst bis ganz bald in Austria und dann zu einer Woche Yogaferien wieder hier auf La Gomera 10-17.4.2021 – mehr Infos findest du dazu hier

besonderen Dank an: das EC- Team; die Weihnachtsgäste- Familie; Nils ; Diego; Michael

Projekt „Immerdraussen“ Teil 1 Sommer & Teil 2 Herbst

Heute ist der „world mental health day“ – der Tag der mentalen Gesundheit, passender gehts gerade nicht, denn genau das ist es, was derzeit auf verschiedenen Ebenen verspielt wird. Nach 2 Wochen „immerdraussen“ fällt vieles ab, rückt wieder an einen Platz, wohin es gehört. Mehr Platz und Raum für Zeitlosigkeit, Klarheit, Fokussierung entsteht und eine Rückkehr und Zuwendung zur Erde. Diese Erde die so wichtig für uns ist, nicht wir für sie, sie für uns. Wir entspringen ihr und wir gehen dahin zurück, genug Verantwortung um achtsam mit dem gegebenen umzugehen. Doch wie?

Wahrnehmen was ist, Sonne, Mond , Sterne, Wald, Wiesen, Regen, Bäume die sogar in den Städten für uns da sind. Das Wunder eines jeden tages dankbar begrüssen und das zum als das essentielle betrachten, daraus Kraft schöpfen um sich sozial und politisch da zu arrangieren was zum Wohle aller dient und nicht einer Massenhisterie zum Opfer fallen. Der Abstand tut gut, ja wirklich aus der Ferne betrachtet und auf s Meer blickend wird alles wieder eins , Kraftvoll aus sich heraus strahlend und die Maskerade erlischt.

Ein paar Impressionen zum eintauchen habe ich zusammen gestellt ,das Areal um die Campingzone Argentario bietet so viele Möglichkeiten, wandern, schwimmen, Strandspaziergänge, selber kochen mit Bio-Produkten von La Selva (gleich um die Ecke),barfuss gehen auf dem Pinienwaldboden (auf dem auch das Zelt steht). Letzteres hat dicht gehalten trotz manchmal langer Regengüsse oder heftiger Gewitter, Gewitter wo selbst bei geschlossenen Augen der Blitz klar sichtbar war und der Donner direkt danach schon leichte Angst einflösste (obwohl es ja damit rein rational nicht mehr gefährlich war, erschien es umwerfend beeindruckend für das Trommelfell).

Tag für Tag mehr sehen, kunstvolle Muschelarrangements, Sandbilder geformt von den Wellen der Nacht, klare Strukturen der Wolken, sich verändernder Himmel mit dem Kommen und gehen der Sonne. Freier Atmen – jeden Tag tiefer langsamer freudvoller erfüllender- Dankbarkeit in jeder Pore. Eine Art von Bescheidenheit in all der Fülle fühlen.

Dazwischen immer wieder Tandava- den mystischen Tanz aus dem Tantra Yoga, Hatha – Yoga bewusste Körper- Erfahrung und Meditation.

Weiterlesen „Projekt „Immerdraussen“ Teil 1 Sommer & Teil 2 Herbst“

SOMMER 2020 Teil 2 Zen&Wandern

Bereits das dritte Jahr in Folge führt mich mein Weg im August ins Lesachtal nach Maria Luggau ins Kloster. Eine Woche sein in Stille mit 24 anderen Menschen von denen ich inzwischen einige schon kenne bzw. erkenne. Etwas zögerlich gestaltete sich meine Anreise, da ich nicht wirklich  wusste, ob ich mir diese Anstrengung des wandern diesen Sommer zu trauen sollte. Entschied mich dann dafür hinzu fahren und täglich zu entscheiden, was geht und was nicht geht. Letztlich war ich überrascht, dass ich selbst bei keiner guten Basis- Kondition ausreichend fit war, um  mit Leichtigkeit jeden Tag erneut kraftvoll loszugehen. Es hat mich getragen. Hatte ich doch vorbereitend seid Wochen gesundheitsbedingt „nur“ Beinübungen und schwimmen praktizieren können.  Souverän leitete Christoph Singer unsere Gruppe und es war allein schon erholsam, sich  um nichts kümmern zu müssen. Atmen – Ja. Achtsamkeit Schritt für Schritt ja. Alles andere haben Christoph und sein Team hinter der „Kulisse“ bewirkt.

„Langsam, langsam Schnecke auf zum Fuji“  das japanische HAIKU innerlich rezitierend, half, wenn es mal schwieriger war voran zu kommen.

Wir hatten absolutes Wetter – Glück!

Die ersten beiden Tage waren  nachmittäglich noch von Gewittern geprägt und wir kamen jeweils knapp davor- aber eben davor- wieder im Kloster an. Die Glocken werden dort bei Gewitter geläutet, eine Tradition, der ich nie zuvor begegnet bin. Dieses Tal ist von einer besonderen Frömmigkeit geprägt, die sich einer grossen Naturverbundenheit ausdrückt.

Jeden Morgen begann unser Tag mit der Glocke die durch die Gänge des Klosters erklang 5Uhr hiess es aufstehen, und 5.30 trafen wir uns im Innenhof um schnelles gehen zu üben. Dem folgten 2 Einheiten stilles sitzen ,dazwischen langsames, ganz langsames gehen ehe es – wie die ganze Woche schweigend -zum Frühstück ging. Corona bedingt war unser Zendo verlagert in einen der Gänge des Klosters und wir sassen jeweils zur Wand gerichtet um in unsere Praxis einzutauchen. Es war eine gute Lösung und ohne Schwierigkeiten oder Umständlichkeiten ergab sich ganz natürlich ein Abstand.

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Unsere Wanderungen führten uns  in die nähere Umgebung Samalm und Schwalbenkofel und Luggauer Böden.

Der Sommer nahm nochmal richtig zu und die Temperaturen kletterten in Richtung 28°C; damit starteten wir wir am Tag bereits 6.30 gen Obstanser See. Ausgehend von Kartitsch geht man weit ins Tal hinein, langsam stetig bergauf ehe eine steiler Aufstieg mit vielen Treppen zu bewältigen ist. Früh genug dort und Schritt für Schritt bewältigte die ganze Gruppe den Aufstieg scheinbar mühelos. ein wunderbarer Boden breitete sich vor uns aus.img_9497

Ehe der nächste Anstieg, bis zum See erklommen werden wollte. Auf dem Plateaus angekommen , ausruhen, picknicken , meditieren, Zeit für Dich, Zeit weiter zu gehen, Zeit zu baden in eiskaltem klarem Bergwasser, Innehalten , Stille, schauen, einatmen und Danken. Pure Freude am Sein spüren und ALLES als ein grosses Wunder betrachten.

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Auch am letzten Tag war baden die erstrebenswerte Option  beim gehen für mich, beginnend in Leiten hinauf zu den Stucken-Seen. Idyllisch gelegen und neben viel Almvieh auch ganz viel Superfood drumherum- Heidelbeeren. Herrlich! ein Guter Abschluss, ehe wir am Nachmittag zurück – mit dem Bus- zum Kloster fuhren und der Lagerfeuer Abend vorbereitet wurde. Das Brechen des Schweigens rückte näher und es fühlte sich so vollkommen an mit sich zu sein. Ganz bei sich. Ganz sicher- das nehm ich mit- die Freiheit sich selbst zu vergessen und dennoch ganz bei sich zu sein. Ein Auflösen ohne zu verschwinden, ein Berühren ohne zu berühren.

Danke an alle die dabei waren , danke an Christoph, Kurt und Gudrun im besonderen.

 

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Ganeshpur- Sivananda Ashram

Der Weg zum Ziel mit Taxi von Rishikesh nach Uttarkashi  über Chamba einer mehr oder weniger schmutzigen Stadt auf einem Hügel gelegen, weiter entlang eines Stausees, der die Landschaft hier sehr verändert hat im Vergleich zu dem wie es noch 15 Jahre davor war.  Dafür bieten sich jetzt nach Teri wunderbare Ausblicke und natürlich spriesst überall  Gastronomie aus dem Boden. Wir hatten einen wunderbaren Stop mit simplen Dhal und Reis dazu Tee und Wasser- hervorragend.  Am frühen Nachmittag erreichten wir den Ashram in Ganeshpur nachdem wir  ca.10kg frische saisonale Früchte am Markt in Uttarkashi eingekauft hatten.  Wider erwarten war es  primär weit weniger ruhig hier im Ashram, eine  Gruppe indischer Spiritueller erfüllten denselben. Und wie es das Schicksal so wollte, erfassten sie sehr schnell- bereits am nächsten morgen- dass ich wohl eine Hatha-Yoga-Lehrerin bin und ersuchten mich ihnen Unterricht zu geben. Das was etwas abenteuerlich und völlig chaotisch begann, erreichte nach 10 Tagen tatsächlich ein Format, was man sehr wohl als Yogastunde bezeichnen kann. Meine Absicht  hier intensiver in meine Praxis einzutauchen löste sich auf, und ich konnte gut akzeptieren dass meine  Praxis im unterrichten stattfand. Heute- nach der letzten Stunde- bin ich sehr dankbar für das Vertrauen und die Erfahrung – als Ausländerin- Inder im Hatha-Yoga zu lehren.

Und immer wieder dazwischen kleine Wanderungen Spaziergänge ganz nah- mit bezaubernden Ausblicken, duftenden Blumen, entlang von Wasserleitungen , Feldern durch entlegene ans Mittelalter erinnernde Dörfern. Das Holi-Fest limitierte Swami Premananda diese Jahr auf wenige Farben, dafür gab es eine zusätzliche Philosophie Klasse.

Mother Ganga, Stunden brachte ich zu, einfach- nur Sein- einfach nur Sitzen. Stille  und Kontemplieren über die  Vedanta-„Kost“ aus den täglichen Yoga -Vashishta- Klassen.

 

Ausflug nach Gangotri (3042m), der mehr oder weniger spontan war, insofern da das Wetter nahezu keine Option bot, ausser der einen – 3 Tage Sonne  davor und danach immer Schneefall. In der Hoffnung auf eine einigermassen freie Strasse wählten wir Tag 2. Eine gute Entscheidung, auch wenn die Fahrt abenteuerlich genug war. Auf dem Hinweg stop in Gangnani – heisse Quellen. Dort trafen wir -Anastasia aus Moskau und ich aus Wien- ein Japanisches Pärchen, welches dort ein paar Tage verbringt. Unvorstellbar für mich- es war bereits ordentlich kalt und Gangani liegt mehr im Schatten als in der Sonne. Zum Frühstück Aloe-Parantha und ein Kichererbsen-Curry dazu ein Chai- das musste reichen für den Weg hinauf und zurück. In der Hoffnung, dass die  Gangotri – road offen ist , fuhren wir mit Vishnu unserem Fahrer weiter. Langsam und sicher über ungeräumte winterliche Strassen , ein paar Arbeiter schaufelten frische Erde auf extra rutschige Stellen. Alles einspurig und hin und wieder galt es doch einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen, was ohne Schnee schon kompliziert genug ist. Die Inder sind extrem geschickt darin,und immer wieder raus aus dem Schnee zurück zur Strasse. Der Weg  entfaltete sich atemberaubend, noch nie hatte ich hier soviel Schnee gesehen. Wie mussten auch direkt durch zwei bereits abgegangene  hohe Lawinen hindurch fahren- leicht unheimlich zumal die Temperaturen tagsüber doch  bei 0 grad lagen.

 

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Und dann Tandava barfuss im Schnee zum rauschen des Flusses. Das war so besonders gut. Dank dessen, dass es schon spürbar weniger Sauerstoff gibt  in der Höhe verlangsamt es sich noch natürlicher von ganz allein. Die Stille gegenüber dem Trubel in der Saison waren beeindruckend. 6000-er Berge rundherum und nur ein paar vereinzelte Sadhus,  ein Priester ,die  dem eis- kalten Winter in Gangotri trotzen, dort leben und täglich eine Puja am Tempel abhalten und eine Zeremonie für Mutter Ganga, es gilt nichts zu unterbrechen. Diese Rituale sind tief verankert, werden vom Herzen her gegeben und der „Mehrwert“ ist spürbar. Auch wenn es keineStrom dort gibt (Wasser/Strom werden abgeschaltet von Divali im Herbst bis zum  1.Mai jeden Jahres).

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Der Ashram bereitet den Clinical -Eye-Day vor. Dabei kommen bis zu 200 Patienten an einem Tag aus allen umliegenden Dörfern der Gegend. Für diese werden Teppiche auf dem Rasen ausgebreitet, um das Warten bis zur Behandlung zu verkürzen, Tee wird serviert, und für alle gibt es gutes einfaches frisch gekochtes Essen. Nicht alle Augen OP`s können an einem Tag durchgeführt werden, so werden auch notwendige Übernachtungen bzw. Nachbetreuung organisiert. Eine Augen-OP kostet hier 20 Rupien (25 cent) währenddessen zb. in Rishikesh im Krankenhaus (die 190km entfernte nächste Option) regulär 10-15000 Rupien zu zahlen sind (Verpflegung muss  dabei selbst organisiert werden) Eine unermesslich große Unterstützung für diese Region, das kann ich gar nicht genug betonen. Dabei läuft alles gut organisiert, Schritt für Schritt ruhig ab, jeder wird versorgt mit dem was er braucht und Swami Premananda selbst erkundigt sich und nach der Zufriedenheit der Betroffenen und behält- wie immer- den Überblick.

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Danke an Swami Premananda, alle Ashramis, Anastasia, Joanna, Surya!

Literatur-Tipps aus dieser Zeit:

Mobility in Stability von  Geeta Iyengar

Vagina – Geschichte der Weiblichkeit von Naomi Wolf

Mooji- white fire

upcoming events:

-Tandava in Altenberg/Greifenstein  22.3.20  18.-19.30

-Semester-Yogakurse ab 16.3.20

 

Danke an Swami Premananda, alle Ashramis, Anastasia, Joanna, Surya

 

Intensivkurs- Shivararti -Spirit und Charity

Inzwischen- nach 6 Jahren IntensivKurs – Erfahrung-  kann ich gut sagen,  das Usha Devi, als Senior Schülerin des YogaMeisters B.K.S. Iyengar (Pune) ,einen ausgezeichneten Yogaunterricht gibt. Ihre Art zu unterrichten ist es, mit fester Hand und intensiver Kritik uns Schüler zu einer Tiefe zu führen, die allein  schwer oder gar nicht erreichbar ist. Der Körper selbst ist tendenziell faul und schwach und sucht den geringsten Widerstand und immer wieder gilt  es, „mindful“ mit größter Konzentration und Willenskraft Hindernisse zu überwinden. Dabei gibt es die dichteste Form des Widerstandes im Geist. Eine Stimme, die es meint besser zu wissen, mich in diesen Tagen des Kurses voll Usha anzuvertrauen,  ist für mich inzwischen zur Routine geworden. Zu atmen und einfach tun – soweit es denn geht- was sie sagt. Sie weiss, was sie tut und führt uns über diese Tage in eine andere Welt und schliesst den Kreislauf so gut , dass am Ende Leben und Licht in unseren Gliedern, Geist und Augen zu  sehen ist. Eine Ruhe,  die Hoffnung gibt und zum weiter üben motiviert. Denn ohne Selbstpraxis ist es schwer voran zukommen und mehr und mehr Bewusstsein in jeden Körperbereich zu bringen. Der Körper ist letztlich reines Bewusstsein und hin und wieder bekommt man eine Ahnung davon, was damit gemeint ist. Um die Tiefe des Yoga – besser zu verstehen werden in den Intensivkursen  Philosophie-, Meditations-elemente/stunden integriert. Philosophie-lectures von Siddharta Krishna– Ushas Devis Sohn- sind auch online zu finden und sind sehr wertvoll. Er beschäftigt sich intensiv mit den Schriften und erklärt und transportiert den Inhalt in eine Übersetzung, die im hier und jetzt für den Alltag nützlich ist.  Der Yoga-Bereich im Omkarananda Ganga Sadan Ashram, in dem ich auch wohne direkt am Ganges gelegen, bietet die perfekte Struktur für einen guten Unterricht ein Platz für Iyengar-Unterricht aus erster Hand.

Vor und nach den Intensivkurs nehme ich an der General- class teil, das bedeutet 1,5 h Yogastunden mit  zumeist wochenweise Schwerpunkt konzentrierte  Asanas mit Hilfsmitteln  von allen Seiten die Idee um die es geht erfassen oder es zumindest versuchen.  Wenn Du Lust bekommst etwas auszuprobieren, dann sind diese 30 Minuten mit Usha geradezu ein – „Tast off“ :30 Minuten Praxis

Mahashivaratri ist das große Shivaratri-Fest, das in diesem Jahr auf den 21.2.20 gefallen ist. Es wird in der  dunkelsten Neumondnacht des Jahres gefeiert. In dieser Nacht wandelt Shiva über die Erde und nimmt alle Sünden von seinen Verehrern. Shivaratri ist eines der wichtigsten und grössten indischen Feste. Dabei wird die Hochzeit von Parvati und Shiva begangen, auf diese Weise  drückt sich die Vereinigung der individuellen Seele mit der kosmischen Seele aus. Dementsprechend gross ist der Zustrom in diesem Tagen aus gefühlt ganz Indien. Unglaublich viele Pilgergruppen sind unterwegs um den nahegelegenen Shiva-Tempel Neelkanth zu besuchen. Es ist laut  von früh bis spät. Anders dagegen im Sivananda Ashram, dort wird dieser Tag mit besonderer Achtung und Würde begangen. Und  ja es wird gefeiert und es ist eine bewusste Reise nach innen, der Aspirant versucht, sich von den normalen animalischen und menschlichen Funktionen zu befreien, praktiziert  perfekte Selbstbeherrschung . Der Aspirant lässt sein individuelles Ich sein , geht ganz Siva auf und lässt seine niedere Natur los. Das bedeutet zu fasten zumindest die ganze Nacht, physisch und mental total fokussiert – ohne andere Nahrung- zu sein. Ein Weg sich zu transzendieren und ganz die Ekstase des Bewusstseins des glückseligen Shivas zu sein. Für mich ist diese Nacht hier in Indien immer eine sehr Besondere, von 20 Uhr am Abend  bis zum morgen 4 Uhr werden 4 Pujas hintereinander zelebriert und der Tempel (Vishnawanth-Mandir) ist so lebendig und voller Leben und Freude- herrlich. Kinder fallen inmitten der lauten Gesänge in einen Tiefschlaf, nimmt man aktiv an allem teil, dann verfliegt diese Nacht wie im Flug und nach 4 Uhr wird in der Dining- hall ein grosses  Prasat  serviert – vielfältig reichlich köstlich-, das Fasten wird gebrochen und die Zeremonie wird damit beendet. 

KKM- Handweberei ein Reha-Zentrum für Menschen, die einst an  Leprose erkrankt waren. Immer wieder seit nunmehr 12 Jahren führt mich mein Weg  zu dieser Oase inmitten der quirligen , lauten Stadt DehraDun. Mit Sumit unserem geliebten Taxi driver erreichten Emily und ich schon morgens kurz vor 9 Uhr die Station. Wir kamen und brachten ein paar Kilogramm Früchte von einem  Obst-Händler unterwegs , eine lieb gewonnene Gewohnheit, die dann an die Einwohner verteilt worden. Neu war, dass die Produktion von  Webwaren nun seid fast einem Jahr vollständig eingestellt ist, da die Lager dennoch noch voll sind, ist es möglich weiter etwas einzukaufen für Freunde für Bekannte  oder wer  will, auch in größerem Stil. Damit ist direkte Unterstützung möglich. Inzwischen hat man sich auf dem Gelände, mit einem wunderschönen Altbaumbestand, etwas neu orientiert, eine Fischfarm ist erbaut worden und bereits in Betrieb und die Lagerhallen , in denen einst die Baumwolle gelagert wurde werden gerade umgebaut für die Nutzung zur Pilzzucht. Somit wird umstrukturiert und weiter gewirkt und genutzt. Wenn man möchte , ist es jetzt sogar möglich ein paar Tage dort zu verbringen, man hat in einem eigenen Trakt ein paar Gästezimmer eingerichtet.

Die Stimmung war positiv und von die Trauer und Unsicherheit vor einem Jahr (nach dem unerwarteten Ableben  von Mr. Pierre Reyneir der seid 1971 verantwortlich war für alle Belange), hat sich in eine neue andere Zuversicht verwandelt. was uns  sehr erfreut hat.

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Ganga Prem Hospice -Ein Nachmittag mittendrin

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Seit einigen Jahren ist es mir persönlich ein grosses Anliegen dieses Projekt zu unterstützen, dabei Führte mich Swami Sarvamangalanada an die  gesamte Thematik heran, sie weiss um jeden Abschnitt der Geschichte des Hospices , des Aufbaues und des spirituellen Hintergrundes dessen. So war es für uns eine besondere Freude gemeinsam mit ihr dahin zu fahren und Ärzte , Schwestern und Patienten zu besuchen.

Was ist Ganga Prem Hospice? Ganga Prem Hospice ist ein spirituell ausgerichtetes, nicht Profit-orientiertes Hospicefür Krebspatienten im Endstadium. Heute bietet das Hospice an:
Pflege im neuerbauten Hospice,
gratis Krebskliniken,
ein tägliches Heimpflegeprogramm
und Hinterlassenenhilfe
Ausbildung für Palliativpflege im Staate Uttarakhand in Indien.

Im Jahre 2019 diente Ganga Prem Hospice ungefähr 900 Patienten während den monatlichen Krebskliniken. Während der letzten Klinik des Jahres kamen 5 Ärzte zusammen (von Onkologie, Gynaekologie Palliativpflege und Zahnaerzte)und gaben den Patienten vollkommen kostenlos ihre Zeit und Expertise.

Es war beeindruckend wie ruhig das Hospiz gelegen ist, eine wahre Oase unweit des Ganges, wir fuhren direkt durch den Dschungel hin und zurück, in der Dunkelheit sollte man vermeiden unterwegs zu sein. Die Atmosphäre ist entspannt die Patienten in einem guten Zustand, schmerzfrei, dankbar, erfreut und offen Besuch zu empfangen zu zeigen, was ihnen wichtig is,t wie sich verständigen können, was die Tochter gemalt hat oder wie Zettel geschrieben werden weil das Sprechen nicht mehr möglich ist. Dr. Brenda Ward nahm sich die Zeit uns alles zu zeigen, zu erklären auf Sorgen und Nöte hinzuweisen und auf bereits Erreichtes.  Eine Patientin beeindruckte uns mit ihrem  besonderes Mantra: i love you und das ist der einzige Satz, den wir von ihr immer wieder gehört haben, ein Satz der alle Herzen öffnet und berührt.

Die spirituellen Berater im Hospiz sind da, um das Vertrauen des Patienten in eine Höhere Kraft zu stärken oder sogar manchmal erst  zu wecken, die ihm helfen kann, wenn die menschliche Hilfe unvermeidlich versagt. Diejenigen, die bereits an das Göttliche glauben, brauchen Hilfe und Ermutigung bei ihren traditionellen Gebeten und Praktiken, während Meditation und Kontemplation auch denen helfen können, deren Geist versucht, das Rätsel des Todes und die Möglichkeit einen Rahmen des Seins, jenseits des Universums zu verstehen, den wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Was auch immer die Religion oder der Glaube des Patienten sein mag, das spirituelle Personal bietet dem Patienten immer Respekt und beruhigt ihn in diesem Glauben. Die Mitarbeiter fungieren als sensible und fürsorgliche Freunde des Betroffenen und seiner Familie.

Nanima

Donation 

Danke an Usha Devi,  Swami Sarvamangala, Brenda, Emily, Sumit, Nuel, Nanima.

nächste Indienreisen:
25.9.-4.10.20 Spirit im Himalaya (Rishikesh- Jyotirmath-Badrinath) noch 2 freie Plätze
29.1.-14.2.20  Rishikesh – centre of Yoga and Spirit  (noch 3 freie Plätze)

2 Wochen Spirit in Rishikesh- 2020

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Idyllisch gelegen am türkisblauen Fluss Ganga, der anmutig durch die Berge in die Ebene hinein fließt, erreichten wir das Ashram Gästehaus am Abend, unser Anschlussflug nach DehraDun hatte mehr als eine Stunde Verspätung. Nach einer guter Mahlzeit im Madras Cafe, waren wir sehr dankbar in unserem sauberen Zimmer zu Bett zugehen.  Jedes mal ist eine Überraschung hier anzukommen, was wird neu sein, was erwartet mich in gleichbleibenden Modus und welchen Herausforderungen gilt es sich zu stellen. Direkt am nächsten morgen ging es 4.45 gen Sivanada Ashramum an der Morgenmeditation teilzunehmen. Dem folgte – in benachbarten Vishnawanth Mandir  die Morgen Puja. Seid dem der Tempel 1943 von Swami Sivananda gegründet bzw. eröffnet wurde, finden  dort ununterbrochen 3 mal täglich  Pujas für den Welt- Frieden statt. Während der Pujari im Tempelinneren seinen Dienst versieht und den Shiva Lingam, in der Yoni liegend, hingebungsvoll übergiesst, benetzt und letztlich schmückt , wird in der Tempelhalle das Mantra „Om namah Shivaya“ gesungen. Eine wunderbare herzöffnende Praxis, die mir im laufe der Jahre zu einem lieb gewonnenen und selbstverständlichen Ritual geworden ist.  Am  Ende dieser Stunde gibt es eine Lichterzeremonie mit Glocken, Trommeln  Räucherstäbchen und viel Licht.

Es ist phantastisch und immer wieder überwältigend für mich, was es für einen Unterschied macht, den Tag so zu beginnen. Danach wird Abicheka /Prasad verteilt. Einfach und köstlich. Danach geht es Richtung Gurudev-Kutir zum Ganges, um ein Fussbad zu nehmen und den Tag im direktem Kontakt zu diesem Fluss zu beginnen. Eintauchen in die Präsenz des Momentes. Jeder Augenblick verändert alles, das Wasser von gestern ist fern, das von morgen fliesst noch weit entfernt in den Bergen.

Unsere Sonntägliche Wanderung führte uns ausgehend von Tapovan nach Kunja Puri (1676m) was wir nach 4,5h  reiner Gehzeit und  ca.1000 Höhenmetern, glücklich erreichten. Dazwischen boten sich traumhafte Ausblicke . Ganz stille Momente, für die man nach einer Woche Rishikesh sehr dankbar ist. Belohnt wurden wir mit klarer Sicht und einem Blick auf den Himalaya – was für eine Gnade! Zurück mit dem Lokal-Bus; direkt zum Busbahnhof in Rishikesh Zentrum.

 

 

Ausserdem gab es sehr gute fordernde Hatha-Yogastunden zum einen im Iyengar- Yogazentrum mit Ekta und Usha Devi und anderseits mit Ashish Sharma.

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Yoga mit Ashish

Neben dieser vieler Bewegung genossen wir es, spazieren zu gehen , zu sehen , wie die neue Brücke weiter gebaut wird, die eine große Verkehrsentlastung der völlig überlasteten  RamJhula Brigdge werden soll, zum anderen ist klar , das damit die Ruhe auf der anderen Flusseite auch der Vergangenheit angehören wird.

Kulinarische verwöhnten uns Amrit mit seinem einzigartigen , simplen direkt am Ganges gelegenen Tages-Restaurant, bei dem der Chef noch persönlich kocht und alle Gerichte frisch zubereitet werden. Und ja, man muss Zeit einräumen, wenn man das tut ist die Atmosphäre besonders fein und die Vorfreude auf das zu Erwartende steigt. Das Dinner nahmen wir bevorzugt im Shanti Cafe direkt am Taxi stand in Ram Jhula ein, frisches gesundes sattviges essen- liebevoll zubereitet. Ein wahrer Genuss- und das Obst gab e dann aus der Juice bar direkt gegenüber auf der anderen Flusseite- Smoothies und vegane Frühstücksmüslis mit Kokosmilch und Dattelsirup.

Der optionale Sanskrit- Unterricht am frühen nachmittag, erwies sich als ideale Unterbrechung Rückzug und Entspannung, einpünktig konzentriert folgten 7-12 Schüler den Anweisungen des 1:1 Unterrichtes von Swami Hamsananda. Seine Güte , Klarheit Präzision und Geduld  lässt uns ruhig werden, Frieden finden und eintauchen in diese alte heilige Schrift, bei ihm der seit 54 Jahren im Ashram lebt und aktiv wirkt. Problematisch war es nur so lang am Boden zu sitzen, ja das hat Überwindung gekostet, bis ein gewisser Gewöhnungs-Effekt eintritt. Und ja- manchmal kommt auch ein Langur vorbei und fordert seinen Prasat direkt.

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Sanskrit mit Swami Hamsananda

Sonst wertvoller  Austausch und Gespräche bei Tee (dem besten Masala Chai überhaupt) mit Swami Sarvamangalananda mit der mich eine langjährige Freundschaft verbindet, sowie mit Swami Muktananda in einem spontane Talk nach dem Satsang ; über der Weg zur Essenz – Gott, die Geduld dazu und die Lebendigkeit , Spontanität die es zu wahren gilt.

„Das höchste Prinzip lässt sich nicht erklären,

es ist weder Freiheit noch Bindung;

Alles durchdringend und allem entsprechend,

Hast du es stets vor deiner Nase.“   Niutou Farong  (594-657)

wer Lust bekommen hat und das nächste Mal dabei sein möchte:

Rishikesh – Kultur und Yoga :  29.1.-14.2.21

Tagesablauf:

4.30 aufstehen

5-6.00 Meditation (es gibt auch Stühle)

6-7.00 Teilnahme an der Morgen-Puja

7-7.30 Morgenritual am Ganges (Fussbad …)

Frühstück

9-11 Hatha -Yoga oder self practise

Mittag

13.30-15 Uhr sanskrit (optional)

16-17.30 Hatha – Yoga für Beginner

18-19.30 Hatha -Yoga für Geübte

Abend-Essen

19.45-21.30 Satsang im Sivananda Ashram

Soweit ein dankbarer erster Rückblick auf diese Zeit hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trecking in Vietnam SA PA und BA BE

Der Versuch eines Vergleiches, beziehungsweise ein Aufzeigen dessen, was definitiv den Unterschied macht. Anfänglich war mir nicht klar was es bedeutet, sich für 2 Trecking-Touren in Folge zu entscheiden, das Leben belehrte mich schnell eines besseren. Der Trip nach Sa Pa begann extrem entspannt, in einem sogenannten Schlafbus. Ein von aussen normal aussehender Bus, der innen drei Reihen mit jeweils 2 übereinander liegenden Schlafsitzen zu bieten hatte. Die Regeln waren klar und streng- keine Schuhe innen erlaubt, kein Essen oder Trinken, exclusive Wasser. Allerdings  war die Kabinengrösse eher an asiatische Körperausmasse adaptiert, als an die des Durchschnitts- Touristen. Rastplätze wurden 2x angefahren, hier musste man zwangsläufig in dafür bereitgestellte  Schuhe schlüpfen. Eigenwillig und bestens organisiert- und widerstandslos akzeptiert, die Selbstverständlichkeit der Anweisungen liess einen Jeden staunend tun, was erwartet wurde.

Sa Pa gerade erreicht, erschien ein junger Bursche mit einem Bike meinem Namen am Handy und brachte mich in ein Familien-Hotel , wo man mir ein Mittags essen servierte und mitteilte, dass in Kürze ein Local-Guide kommt um uns (wir waren letztlich zu zweit) abzuholen und sofort zu starten, der Tag war schon fortgeschritten , es lagen noch 12km vor uns und es war bereits 14.30.  So streiften wir nur eiligen Schrittes durch die Stadt selbst und ich war etwas überwältigt von den riesigen Hotelbauten, die Bauaktivitäten scheinen kein Ende zu nehmen und ich bin mir  sicher, dass das der Region in dem Ausmass nicht wirklich gut tut.

Der Weg führte uns dann mehr abwärts als aufwärts, zog sich etwas in die Länge , Frauen versuchten uns zu begleiteten letztlich  um uns Handarbeiten, die zum Teil extrem schön waren, zu verkaufen. Ich empfand die Art und Weise  relativ unangenehm. Auch unter der Berücksichtigung dessen, dass wir alles selbst tragen mussten, überlegte ich mir einmal mehr, was sein muss und was nicht. Die Temperaturen waren sehr angenehm, spätsommerlich würde es am besten beschreibend treffen, der Weg erforderte viel Aufmerksamkeit, durchweg lehmig und rutschig an den Stellen, wo auch Wasser mit im Spiel war. Wir meisterten alles perfekt, durften uns diverse Kleinproduktionen ansehen, wo von Hand gewebte Stoffe mit lokalem Indigo blau (Pflanzenblättern) gefärbt werden, später entweder bedruckt oder bestickt. Die Reisfelder waren bereits abgeerntet und liegen nun bis zum Frühjahr brach. Unsere Wanderung führte uns durch das Muong Hoa Valley mit spektakulären Aus- und Weitblicken. Im Dorf Lao Chai angekommen, dämmerte es bereits, der im Home-Stay geplante Kochkurs, reduzierte sich für uns in die Option, vorm Nachtmahl zu duschen. Dankbarkeit! Vom Dorf selbst sahen wir nicht viel.  Ein paar Hanf-Pflanzen und im vorbeigehen die Stickereien der Black Mong Minderheiten mehr konnten wir nicht an Eindrücken in der Kürze bekommen. Ein paar Antworten auf mich bewegende Fragen in Sachen Gesundheit/medizinische Versorgung: Vornehmlich geht man auch heute in dieser Region zuerst zum Schamanen und wenn dieser nicht weiter helfen kann, wählen die Bewohner das  Hospital in der Stadt.

Abend essen im Home-Stay mit 8 anderen Reisenden , die Lager waren einfach, und funktionsgerecht, sprich eine Steckdose, ein Moskitonetz, ein Handtuch für Jeden. Simple und ausreichend- wir waren alle müde!

Am nächsten morgen 6 Uhr bot sich der traumhafte Blick auf das gesamte Tal, Gebäude und Pflanzen, Bananen gab es übrigens überall, und Baustellen auch. 6.15Uhr wurden dann in der Nachbarschaft auch schon die Zement-Mischer aktiviert. Es wäre falsch, das zu verschweigen, das beste Foto des Quartiers sagt nichts über den Zustand in der Nachbarschaft aus. Gestärkt mit Bananen-Pancakes (einzige Option) verteilte uns die  Haus- Herrin eine junge selbstbewusste Frau des Dorfes, in neue Gruppen mit jeweils 2-max 5 Personen). Nach meinem Schedule sollte die Tour 9km sein, kurzer Hand teilte sie mir mit 17km stehen auf dem Plan. Was an sich nicht wirklich ein Thema ist, nur dass die Wege dort generell sehr steil hinauf und hinuntergehen, und Ebenen in dem Sinne nicht existieren.  Weiter ging es durch einen Bambuswald der Boden feucht rutschig und immer wieder fanden wir Halt am  Bambus, in der Funktion ähnlich wie fixierte natürliche Wanderstöcke. Dem Bambuswald folgend, erreichten wir  einem Wasserfall, felsig gelegen, und immer wieder phantastische Ausblicke.img_5301

Unser Weg führte uns vorbei an einem Steil-Hang an dem Lilien produziert werden entlang, die Ernte war voll im Gang und die Blumen wurden verpackt für den Transport in die Stadt.  Alles erfolgte händisch, weder Böden noch Lage boten andere Möglichkeiten.

Von da weg war es nicht mehr zum Dorf Ban Ho in dem die Tay, Mong und Dao Minderheiten zu Hause sind.  Unser Home-Stay bot uns die Option eines eigenen Zimmers, was für eine Freude und daneben war es ein zentraler Treffpunkt für die Black Hmong(s)  des Dorfes.

Das Dorf war, bedingt auch durch seine weiter von Sa Pa entfernte Lage weniger touristisch, und es war schon ein Glück das es unweit der Brücke die den Ort in 2 teile teilt 2 Cafe Häuser gab. Dort zu zu pausieren empfand ich als besonders attraktiv, der Fluss, die Menschen Einfachheit des Momentes und ein wirklich guter Kaffee.

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Am nächsten morgen  nochmals weitere 6km in ein Bergdorf, was wir jedoch nur tagential streiften. Dafür mitten durch die Reisfelder nah an Tier und Mensch, guter Bodenkontakt ohne auszurutschen.

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Mit dem Taxi zurück nach Sa Pa und von dort nur 45 Minuten später mit dem Bus re nach Hanoi- um umzupacken und am kommenden morgen gen Nationalpark Ba Be aufzubrechen. Die Region um Sa Pa würde mehr Aufmerksamkeit verdienen, 5 Tage dafür einzuplanen wäre gut, vielleicht ist aber auch Wetter abhängig. Ich hatte Glück weder Haube noch Handschuhe gebrauchen zu  müssen.

Die Fahrt nach Ba Be  mit Mister Linghs Reiseunternehmen. Der Nationalpark, Dschungel gelegen  um einen grossen See hat einen ganz besonderen Charakter. Hier kann man getrost noch von sanftem Tourismus sprechen, auch wenn vielerorts um den See neue Home- stays entstehen, die Strasse befestigt wird. Die Fahrt zum Park war lang und bedingt durch eine Reifenpanne noch länger, es ging ziemlich kurvenreich aufwärts.

Gleich zu Beginn besuchten wir die größte Höhle Nord-Vietnams, Nguom Ngao Cave. Die Stille darin, die Tiefe waren besonders, einst diente der Platz lokalen Menschen auch zur spirituellen  Praxis wovon  2 Buddha Statuen zeugen, nur kann dem derzeit so nicht mehr nachgegangen werden, da das ganze staatlicher Kontrolle unterliegt mit Öffnungszeiten und Eintritt.

Temperaturen von 25-28°C erwarteten uns und eine Luftfeuchte von ca. 80%. Regen war angesagt und kam nicht, aber die erwartete Kaltfront kam und erleichterte uns das  18km Trekking ab Mittag wesentlich. Die Temperaturen sanken um 7-9°C , wir atmeten auf.  Unser Guide war extra, bemüht uns viel und alles zu zeigen zu erzählen  nur im Dschungel war es respektvoll ängstlich vor Schlangen grüne Giftige, wenig gut sichtbare bzw. Boas leben dort auch. Ja – es fanden keine Begegnungen dieser Art statt- zur Freude eines jeden Einzelnen. Dafür gab es Flöhe in den Betten und ohne Hüttensack hatten diese leichtes Spiel mit ihrem Trick das Opfer vorm Beissen lokal zu betäuben. (die Erkenntnis hatte ich dann am nächsten Tag- zu spät mein Hüttensack lag im Koffer in Hanoi).

Unterwegs gab es eine Lunch -Pause, die in der Schule des Bergdorfes stattfand, auf diese Art und Weise wird die Schule, deren Schüler mittags zum essen nach Hause gehen und nachmittags wiederkommen, effektiv genutzt und wir konnten ein wenig Atmosphäre spüren. Den Besuch in einem lokalen Haus habe ich eher als unangenehm empfunden. Wir drangen ein in einen schwarz- dunklen Lebensraum in dem alles so simple und reduziert nebeneinander existiert, das es fast erschreckend ist. Gefühlt war es eine Zeitreise Jahrhunderte zurück – nur das zufällig irgendwo ein Smartphone herum lag.img_5466

Hier war die Reisernte noch im vollen Gange und wir sahen diverse Methoden, sowohl die Ernte mit einer Sichel als auch mit einer Benzin- Sense, das Dreschen erfolgte mehrheitlich mit einem mobilen lärmerzeugenden Motor betriebenen „Gerät und im Anschluss wurden die Halme  direkt vor Ort verbrannt. Die Trocknung der Körner  findet auf grossen Planen statt und nebenbei bemerkt :in Vietnam ist das Wort für Essen dasselbe, wie für Reis. 

Nach diesem intensiven Tag gab es für Mutige die Gelegenheit im See schwimmen zu gehen , was eine wunderbare Wohltat für den ganzen Körper darstellte nach den Strapazen der Tour, vielleicht mit nur einem Krokodil- wir wissen es nicht. Den nächsten Tag begannen wir früh morgens und schon gegen 8 waren wir auf dem Boot für eine entspannte Tour  durch ein vernetztes System aus See, Fluss (Nang River) und Kanal. Wir folgten dem Fluss bis zur Puong Grotte,  die von geschätzt 1000 Fledermäusen bewohnt wird und neben traumhaften Lichtspielen, wunderbare Formationen Stalaktiten und Stalagmiten bot.

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An diesem Tag endete unsere Zeit hier es galt dankbar Abschied zu nehmen und auch hier wäre es leicht möglich gewesen, länger zu bleiben, um z.B. mehr zu erfahren über die Heilmittel die der Dschungel bietet oder einfach noch etwas die Stille dieses Platzes. An einer Stelle wurden verschiedenste Tees und Pilze und getrocknete Pflanzen verkauft, die mir alle völlig fremd waren und deren Bedeutung mir bis heute  ein Rätsel sind.

Was bleibt? Der Impuls dem Tee trinken mehr Raum zu geben, weniger auf  die Menge als auf die Qualität zu achten.  Vietnam bietet z.B. Wild-Tee aus Regionen, wo seid Jahrtausenden Tee geerntet wird.

Dazu ein persönliches Set an Teeschalen zu fertigen ist reizvoll, der Design-Entwurf ist fertig, und schon bald werden die Hände beginnen zu formen. Ich freu mich darauf!

Ein herzliches Dankeschön an  Julian, Alex, Yanh, die Belgien-Mädels

 

upcoming events:

Töpfern nach Herzenslust  noch freie Plätze am 7.12.19  9.30-12.30

Keramikwoche 2020:   27.7.-30.7.    10-17 Uhr

 

 

TANDAVA – intensiv in Vietnam

Dieses mal gab es, Dank Thaos Initiative,  einen besonderen Platz für eine 5- tägige Praxis mit Daniel Odier– ein Resort unweit von Hanoi. Die Anreise war bestens und einfach organisiert, das Taxi sammelte uns in Hanoi divers ein und bereits im Bus gab es erste wertvolle Begegnungen mit bekannten und unbekannten Menschen. Zuerst fuhren wir über die Schnellstrasse, die wir dann bald hinter uns liessen, um im irgendwo zu landen, die Strassen waren staubig, mit vielen Schlaglöchern und Engpässen, und es war mir  ziemlich schnell klar, dass ich wenig Lust haben werde, das Resort La Ferme auch nur stundenweise zu verlassen. Wir wurden empfangen und in unsere Zimmer gebracht, das ganze Areal mutete eher an wie Heidis Zaubergarten in Wien, viele diverse Sammlungen allerlei Plunder der zu irgend etwas gut sein sollte , was der erste Blick keinesfalls her gab und auch später folgte dem kein „AHA “ Erlebnis. Die Zimmer jedoch waren fein und großzügig und zum Glück, gab es nur wenige Gelsen und die Temperaturen bewegten sich um angenehme 25 °C.img_0814

In diesem See, der direkt am Resort gelegen war, schwammen ein paar von uns morgens  nachdem   wir mit  paar klassische Qui-Gong Übungen den Tag begannen. Hans- David hat seine langjährige Erfahrung weitergegeben und den Tau unter den Füssen standen wir bereits morgens 6 Uhr auf der Wiese.

TANDAVA klassisch ganz gross geschrieben, Daniel nahm uns jeden Tag mit auf die Reise langsam und meditativ, diesmal fast ausschliesslich mit traditioneller indischer Musik Ragas  zb. auf der  Rudra Veena gespielt. Dieses Instrument bringt dich in Schwingung und deine Zellen beginnen zu vibrieren, der natürliche Spanda-Zustand stellt sich ein. Musik dringt durch Haut und Muskeln in den Körper, und setzt sich in den Knochen fest. Für mich war es ein Zustand, in dem Worte durch den Raum schwebten und begannen miteinander zu tanzen. Grossartige Begegnungen.

„Lasst euch vom Universum tanzen,

Nirgendwo Starres.

Keine unbelebte Materie.

Alles ist Bewegung.

Alles ist verbunden.

Ohne den geringsten individuellen Willen lasst euren Körper der Welt gehorchen.

Langsamkeit und Glückseligkeit sind im Zentrum des kosmischen Körpers.

Zentriert sein heisst, die Peripherie zu verlieren.

Die Peripherie zu verlieren heisst, das Zentrum zu verlieren.

Das Zentrum verlieren heisst zentriert zu Sein.“  Daniel Odier

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Meister und Schüler – im Spiegel der Tatsache

Eines morgens vor der Lecture, ein leuchtender duftender Blütenreigen auf dem Kopf so oder so, das ist nur hier  möglich.

Das Seminarzentrum stellte sich  als ein hervorragender Platz heraus in dem es möglich ist alles zu durchdringen und dabei im Vergänglichen die gleiche Schönheit zu sehen, wie im Aufblühenden. Es ist alles ein gegebenes Wunder, was gesehen werden möchte und gesehen werden kann.

Wie? Sehr einfach: beginnend mit der Konzentration auf die Atmung, deinen Atem spüren vom Becken her und dein Zwerchfell wahrnehmen als ein sich stetig bewegender Muskel, der deinen Herzraum mit deinem Bauchraum in lebendiger Verbindung hält. Sei liebevoll mit dir selbst, entspanne deine Zunge – immer wieder-

Sei im Moment, lasse deine Wünsche hinter dir und du wirst sofort die Früchte ernten. Der Atem hilft dir dabei, du kannst weder „vor“-atmen noch „nach“-atmen,  jeder Atemzug steht für den Moment des Jetzt und wenn du magst, halte nach dem einatmen kurz inne um dir des Wechsels zwischen aus und ein bewusster zu werden.

Das Objekt deiner Begierde ist in deinem Herzen : JETZT!

Neben Tandava , gab es Zeit und Raum weiter das Yoga der Emotionen zu praktizieren und geführten Visualisierungen, zumeist von Matsyndranath zu folgen, welche zumeist damit begann, dir vorzustellen du sitzt nackt auf einem Stein unter dunkelblauem Himmel im Himalaya……….

Es war eine grosse Freude in diesem lebendigem uns alle  verbindenden- und Raum schaffenden-  Ereignis dabei gewesen zu sein. Tiefe Dankbarkeit dafür!

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„Sammelt ihn, diesen Tauim Herzen jeder Zelle!

Ihr winziges und fortwährendes Erschauern ist eure eigentliche Natur!

Ohne Grenze und von derselben Natur, wie alles  Lebende

Keine Trennung mehr. Keine getrennte Identität mehr im Tanz,

alles ist verbunden,

alles Abbild und Widerschein des Unendlichen.“ Daniel Odier

Was uns bleibt?  Weiter zu tanzen und den kosmischen Raum zu be-greifen.

Reise-Literatur:

Damals von Siri Hustdedt

Offene Weite  – Der Herz-Geist des Zen

 

ein Dank vom Herzen an Daniel, Thao, Susan, Matthias, Jutta, Maria, Bruno, Hans-David , Fadi, Dora , Julian und alle die dabei waren

upcoming events:

Seminare -Teachings mit : Daniel Odier 

nächster Praxisabend:  1.12.19 18-23Uhr TANDAVA und Yoga der Berührung in Altenberg/bei Wien

 

 

Im Flow des vietnamesischen Nordens-

Glücklich nach gefühlt kurzen, und doch langem Flug über Peking in Hanoi gelandet. Der Transfer in Peking (6h) erwies sich als als militant, kompliziert, umständlich. Lange Wartezeiten,  Gepäck , Zoll, Fingerprints, Einreisezettel, Kurzvisum  und sonstiges und dann alle Formalitäten wieder für die Ausreise.

In Hanoi angekommen, nach 1,5h endlich aus dem Flughafen draussen und  direkt in  die Innenstadt in ein kleines  freundliches  Innenstadt Hostel B&B Hanoi. Nahgelegen am Hoan-Kiem See.  Ein kurzer Spaziergang am Abend über den Nachtmarkt, um festzustellen, dass es leider so ist wie überall, alle sind beschäftigt mit ihren Smartphones. Selbst in den kleinsten Geschäften fehlt die Präsenz des Besitzers, jeder ist irgendwo, nur nicht dort wo sein Körper ist, es verfällt damit zu einer Farce.

Da ich generell gern und immer früh aufstehe , dachte ich, es sei eine gute Idee morgens gegen 6 Uhr am See zu sein. Und dort war ich dann hoch  überrascht, nahezu entzückt, von dem was sich mir bot nämlich: Viele Menschen und alle bewegungsaktiv: Aerobic, Tai chi, Falun Gong , joggen. Die Palette war so bunt, dass ich vergass, eigentlich meditieren zu wollen und  ich liess mich staunend langsam um den See treiben.

Das was am Abend vorher noch geschäftstüchtig und verkehrsüberfüllt war, ist dem  Drang nach Bewegung gewichen. Wie schön! Es machte den Eindruck einer  gewachsenen Normalität und war nicht von der Natur eines eines aufgesetzen Trends gezeichnet.

Der erste vietnamesische Kaffee wirkte wie eine Droge, so stark und dennoch irgendwie auch köstlich mit der dicken mich an die Kindheit erinnernden, süssen Kondensmilch am Boden.

Es ging gleich nach wenigen Stunden Hanoi für mich mit dem CAT BA Express weiter  auf die Insel, nahe der Halong-Bucht und direkt an der Lan Ha Bucht. Die Fahrt über eine Autobahn bis zu einem Fährhafen , dort bestens organisiert überfahrt mit einem bereitstehenden Boot, und wieder in den Bus , der einen dann direkt ins Hotel karrte. Der Service und Fluss beeindruckten mich. Mein Hotel (Phuong my Family Hotel) hatte ich schon Monate vorher über booking.com gebucht, und im Erdgeschoss des schmalen hohen Hauses befand sich ein Massage-Salon, mit Frisör etc.; das bedeutet Schuhe ausziehen und sich leise im Haus verhalten, was mir nur recht war. Eine enge Treppe führte hinauf in den 4. Stock, meine anfängliche Skepsis löste sich ins nichts auf als ich das wunderschöne große Zimmer betrat mit einem phantastischen Blick auf das Meer. Mein Gepäck wurde mir freundlicher weise hinaufgetragen und damit war mein „zu Hause“ für die nächsten 4 Tage fixiert.

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Schliesslich begab ich mich direkt auf Nahrungssuche, und wurde fündig im Buddha Belly 

Für mich einem Paradies gleich, nahezu alles vegan und der Rest vegetarisch, extra freundliches Personal und täglich wechselnde Currys. Überhaupt war die Versorgung mit gesundem und gutem Essen in Cat Ba gegeben.  Als empfehlenswert zu  erwähnen wäre noch My way, das mit einem guten selbst zu kreierenden Smoothie Bowl am morgen meine Nummer 1 diesbezüglich darstellte.

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Nach einer guten Nacht, Dank Klimaanlage, es war sonst erdrückend warm, ging es nach einem  veganen Pho-Bowl (Reisnudel mit Gemüse) gen Nationalpark. Eine kleine Gruppe 12 , geführt von einem älteren Vietnamesen führte uns durch den Dschungel. Es war anstrengender als ich dachte, 4x hinauf und hinunter zu steigen, manchmal war es mehr klettern als steigen und manchem wurde die Tour als walk verkauft und mit flip flops war ’s wahrlich kein Vergnügen eher unvernünftig gefährlich. Meine Wanderschuhe machten mir alles leichter und möglicher. Fasziniert hat mich speziell die Textur der Blätter und das Spiel des Lichtes mit den Farben.

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Nach 12km und 3,5 gehen, waren wir dann auch tatsächlich erleichtert ein gutes frisch gekochtes Mahl einzunehmen,  von dort aus weiter mit einer Art Kleinbus, zum Boot und die Option zu schwimmen. Was genial war. Ein überraschend voller Tag mit viel Aktivität, Sonne und wundervollen Augen- Blicken.

 

Der nächste Tag war einer umfassenden Bootstour gewidmet, gebucht in dem Full moon Party Hotel, der Guide, Paul, ein Brite der hier seine Zeit damit verbringt, Touristen die Gegend interessant und enthusiastisch nahezubringen. Dem Tag fehlte es an nichts: Boot fahren vorbei an schwimmenden Fischerdörfern, wo quasi die Fische in Netzen aufgezogen werden,  Besuch des Monkey- Islands und Aufstieg auf den selben. Das war nicht sehr einfach und dennoch eine hervorragende Übung den eigene Ängsten zu begegnen und Schritt für Schritt voran zuschreiten. Die Aussicht war dann eine gute Belohnung.

von dort ging es weiter u einem Mini- Strand, das bedeutet ins Wasser springen und schwimmen und vom Strand aus dann durch einen Tunnel, schmal und auf den Rhythmus der Wellen achtend  im inneren eines Felsens ankommen. Dort sah es dann so aus. Paul liebte das Abenteuer und wer wollte, alle wollten, bot sich die Gelegenheit durch einen weiteren Spalt ca 1m unter der Wasseroberfläche für 2 m durchzutauchen.

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Nach dieser Aktion erwartete uns gedeckte Tische am Schiff, gut und frisch und ausgewogen, jeder hat etwas gefunden, was ihn gut nährt.  Dann ging es weiter in der Halong -Bucht entlang zu einem Platz, wo wir das Boot verlassen haben und umstiegen ins Kayak- jeweils zu zweit. Mit Phil  als Partner, hatte ich grosses Glück, dank seiner  RuderKraft-war dieser Part für mich nicht so anstrengend. Wir waren durchquerten 2 Höhlen, die sich jeweils nach oben als weit offen erwiesen , dank der Taschenlampen , konnten wir auch die hunderte Fledermäuse gut sehen.

Paul war unermüdlich und gab uns auch hier die Gelegenheit, geschützt noch einmal zu schwimmen , das Abenteuer war hier aus dem Kayak ins Wasser zu kommen und wieder zurück ohne zu kentern.  Es funktionierte , vieles ist eben doch eine Frage der Technik.

Den Dritten Tag verbrachte ich dann tatsächlich entspannt und relaxt am  Strand, dabei boten Cat Ba 1 und 2 einen traurigen Anblick, dafür umso feiner Cat Ba drei, man kann sich dort eine Liege nehmen (ca.4€/Tag) und den Sandstrand geniessen.

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meine Reiseliteratur hier:

Haruki Murakami : Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede.

Daniel Odier: Offene Weite Der Herz-Geist des Zen

Ein großes Dankeschön  an Clara, Regina, Phil, Jenny, Paul, Erich, Maria, Silas, Asia, Thao